Aus der Praxis für die Praxis (42): Ihr Vorgesetzter: vom „Chef“ zum „Coach“
Das Personal ist das Kapital
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Generation Z erwarten einen anderen Führungsstil als die Generationen vor ihnen. Von Autorität und Respekt halten Jüngere nicht viel; auch das Hierarchiesystem (oben und unten) wird kritisch gesehen, was die reifen Jahrgänge überrascht. Coaching ist mehr als ein Modewort. Für diesen Führungsstil ist der Sport das beste Vorbild: Der Coach ist Leader und Teamplayer zugleich; diese Rolle wird von den meisten Sportlerinnen und Sportlern anerkannt. Für die MT heißt es, dass sie bei Anordnungen mitmischen (wollen) und dafür sorgen, dass diese gründlich mit dem Team diskutiert werden. Besondere Leistungen der MT werden ausdrücklich anerkannt und bei Fehlleistungen gibt es nicht wie bisher Kritik, sondern ein Feedbackgespräch. Vieles aus der bisherigen Führung kann übernommen werden, zum Beispiel die Grundsätze der Delegation bestimmter Aufgaben. Es muss nicht alles neu definiert und umgestellt werden. Viele Arbeitsplätze sind in der Personalführung gut aufgestellt und müssen nur die Verstellschrauben der Führung etwas ändern.
Das Mitarbeiterteam will den gleichen Stellenwert haben wie Kundinnen und Kunden oder Patientinnen und Patienten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen deutlich spüren, dass sie gebraucht werden und einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisten. Offene Kommunikation ist ein wichtiger Grundsatz im Coaching. Es gibt keine „Lieblingsmitarbeiterin“ oder einen „Lieblingsmitarbeiter“, die Bevorzugung genießen. Erfolgreiche Personalführung besteht durch Gleichbehandlung aller. Richtig motiviert ist die/der MT, wenn sie/er sagt: „Ich möchte meinen Chef (Coach) nicht vermissen, möchte keinen anderen.“
Entnommen aus MT im Dialog 01/2026
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