Aus der Praxis für die Praxis (45): Fit im Job – ganz easy?
Raumklima – alles prima?
Raumklima ist ein wesentlicher Wohlfühlfaktor für die Mitarbeitenden. Dabei kommt es auf Temperatur und Luftfeuchte an. Ideale Werte bietet die „Information 215-520 – Klima“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Die Temperatur von 20–22 °C und eine Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % werden als Idealwerte gesehen.
Trockene Luft am Arbeitsplatz ist schlecht für die Schleimhäute der Beschäftigten. Der natürliche Schutzfilm, den die Schleimhäute bilden, ist nicht mehr stark genug. Das führt zu Entzündungen, lässt sich aber mit einem Luftbefeuchter beheben. Regelmäßige Zufuhr von Frischluft ist nötig, weil durch die Atmung der Kohlendioxidgehalt laufend steigt (und die Keimzahl in der Luft entsprechend zunimmt). Bewährt hat sich das Stoßlüften anstelle des Dauerlüftens, am besten alle 90 Minuten für wenige Minuten.
B und B: Bürostuhl und Bildschirm
Die Sitztiefe sollte 38–44 cm betragen, die Sitzbreite 40–48 cm (nach DIN 4550, 4551). Der Stuhl muss von 42 bis 53 cm höhenverstellbar sein, die Rückenlehne von 17 bis 23 cm über dem Sitz. So kann man je nach der Körpergröße individuell verstellen. Der Arbeitsstuhl muss das Körpergewicht beim Sitzen abfedern und in der niedrigsten Einstellung noch einen Restfederweg besitzen. Mit einem Flachbildschirm, der weniger Platz benötigt, ist eine 90 cm tiefe Arbeitsfläche möglich. Optimale Sehabstände: 15 Zoll: 50 cm, 17 Zoll: 60 cm, 19 Zoll: 70 cm. Ungünstig ist die seitlich versetzte Anordnung von Tastatur und Bildschirm.
Entnommen aus MT im Dialog 05/2026
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