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Berufspädagogische Weiterbildung und ihre Wirkung in MT-Berufen

300 Stunden, die sich lohnen – besonders, wenn sie MT-spezifisch sind
Kathrin Seidel, Janine Romppel
Pflegekräfte und medizinisches Personal im Teamgespräch in einer Klinik
© unai/stock.adobe.com
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Mit Inkrafttreten des MT-Berufe-Gesetzes 2023 ist die Praxisanleitung verbindlicher Bestandteil der Ausbildung von Medizinischen Technologinnen und Technologen geworden und Praxisanleitende übernehmen seither eine zentrale Rolle in der praktischen Ausbildung.

Zusammenfassung

Mit der Einführung des MT-Berufe-Gesetzes wurde 2023 eine 300-stündige berufspädagogische Zusatzqualifikation für Praxis­anleitende verpflichtend etabliert. Eine bundesweite Vergleichs­studie mit 517 Teilnehmenden belegt, dass Praxisanleitende mit abgeschlossener Weiterbildung ihre berufspädagogische Kompetenz in 5 von 6 Handlungsfeldern signifikant höher einschätzen als Personen ohne entsprechende Qualifikation. Besonders MT-­spezifische Formate, wie sie etwa am DIW-MTA angeboten werden, zeigen in den Dimensionen Praxisbezug und Vorbereitung auf die berufliche Realität deutlich bessere Bewertungsergebnisse. Ungünstige strukturelle Rahmenbedingungen sowie der Bestandsschutz wirken jedoch hemmend auf die Teilnahme. Insgesamt ­verdeutlichen die Ergebnisse die Relevanz berufsspezifischer, systematisch konzipierter und ressourcenschonender Weiterbildungskonzepte für die nachhaltige Professionalisierung der MT-Berufe.

Schlüsselwörter: Praxisanleitung, berufspädagogische Kompetenz, Weiterbildung, Zusatzqualifikation, MT-Berufe-Gesetz

Abstract

With the enactment of the Medical-Technical Professions Act (MT-Berufe-Gesetz) in 2023, a 300-hour vocational-pedagogical qualification for clinical instructors became mandatory. A nation­wide comparative study involving 517 participants shows that instructors who completed this training rate their vocational-­pedagogical competence significantly higher in five of six domains of practice than those without such qualification. MT-specific ­training formats – such as those offered by the DIW-MTA – also receive higher ratings ­regarding practical relevance and preparation for professional prac­tice. However, unfavorable structural conditions and existing grandfathering provisions hinder participation. Overall, the results highlight the importance of profession-specific, systematically designed, and resource-efficient continuing education programs for the ­sustainable professionalization of medical-technical professions.

Keywords: clinical instruction, vocational-pedagogical competence, continuing professional education, professionalization, Medical-­Technical Professions Act

DOI: 10.53180/MTIMDIALOG.2026.0488

 

Entnommen aus MT im Dialog 07/2026

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