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Epikraniale fokale Kortexstimulation (EASEE®) bei pharmakoresistenter 
fokaler Epilepsie

Susanne Hager
Elektroden für die Elektrostimulation in der Hand einer Person
© PRECISIS
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Die Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen. Trotz kontinuierlicher Weiterentwicklung antikonvulsiver Pharmakotherapien bleibt bei etwa einem Drittel der Betroffenen eine ausreichende Anfallskontrolle aus [2, 6].

Zusammenfassung

Trotz moderner Pharmakotherapie bleibt ein erheblicher Anteil der Patientinnen und Patienten mit Epilepsie pharmakoresistent. Neben resektiven und ablativ-chirurgischen Verfahren haben sich neuromodulative Therapien als fester Bestandteil der spezialisierten Versorgung etabliert. Die epikraniale fokale Kortexstimulation (FCS) mit dem EASEE®-System stellt einen gering invasiven und rever­siblen Ansatz dar, der den epileptogenen Fokus ohne intrakranielle Elektroden adressiert. Der vorliegende Fachbeitrag ordnet das Verfahren in das Therapiespektrum der pharmakoresistenten fokalen Epilepsie ein, beschreibt geeignete Patientengruppen und Ausschlusskriterien, erläutert das Wirkprinzip in klinisch verständlicher Form und stellt die bisher publizierte Evidenz aus prospektiven ­Studien und Langzeitbeobachtungen dar. Ergänzend werden aktuelle Forschungsansätze zur prädiktiven Modellierung des Therapieansprechens unter Nutzung von Methoden der künstlichen Intelligenz skizziert. Ziel ist eine praxisnahe Orientierung für die klinische Entscheidungsfindung in spezialisierten epileptologischen Zentren.

Schlüsselwörter: pharmakoresistente Epilepsie, fokale Epilepsie, Neuromodulation, fokale Kortexstimulation, Patientenselektion

Abstract

Despite advances in pharmacotherapy, a substantial proportion of patients with epilepsy remain drug-resistant. In addition to resective and ablative surgery, neuromodulation has become an integral part of specialized epilepsy care. Epicranial focal cortex stimulation (FCS) using the EASEE® system represents a minimally invasive and reversible approach targeting the epileptogenic focus without intracranial electrodes. This review article places the method within the therapeutic spectrum of drug-resistant focal epilepsy, outlines suitable patient groups and exclusion ­criteria, explains the mechanism of action in clinically accessible terms, and summarizes the currently available evidence from prospective studies and long-term follow-up. In addition, ongoing research approaches using artificial intelligence for ­prediction of treatment response are outlined. The aim is to ­provide practical guidance for clinical decision-making in ­specialized epilepsy centers.

Keywords: drug-resistant epilepsy, focal epilepsy, neuromodulation, focal cortex stimulation, patient selection

DOI: 10.53180/MTIMDIALOG.2026.0454

 

Entnommen aus MT im Dialog 07/2026

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