Erfahrungen mit einem Dosismanagementsystem (Teil 2)

Strahlenschutz
Bernhard Hering
Erfahrungen mit einem Dosismanagementsystem (Teil 2)
© Olivier Le Moal – stock.adobe.com
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Ergebnisse weiterer Analysen und Statistiken: Eines der ersten Ergebnisse einer Analyse war die Kontrolle des Dosisbedarfes für Lungenaufnahmen an unseren digitalen Arbeitsplätzen. Mehrere MTRA berichteten von einem unserer 5 Aufnahmeplätze, dass dort der Dosisbedarf für eine Lungenaufnahme oft deutlich höher als an anderen Plätzen war.

Zusammenfassung

Ein Dosismanagementsystem wird in der neuen Strahlenschutzgesetzgebung nicht gefordert. Die dort definierten Pflichten und Aufgaben bezüglich Dosisüberwachung und -optimierung lassen sich jedoch ohne solch ein System in größeren Radiologien kaum erfüllen. Weiterhin ist ein gutes Dosismanagementsystem ein Werkzeug, mit dem sich auch über diesen gesetzlich geforderten Bereich hinaus viele weitere Aufgaben erledigen lassen. Von der Kontrolle der Dosismodulation und der korrekten Patientenpositionierung am CT bis zur Organdosisabschätzung bei bestehender Schwangerschaft. Beim Anschluss der verschiedenen Modalitäten an das System und der Analyse der Daten gibt es jedoch auch Fallstricke, die beachtet werden müssen. Andernfalls kann solch ein System keine sinnvollen Ergebnisse liefern. Auch der zeitliche und personelle Aufwand bei der Inbetriebnahme und der Betreuung eines Dosismanagementsystems darf nicht unterschätzt werden.

Schlüsselwörter: Dosismanagementsystem, diagnostische Referenzwerte, individuelle Dosisgrenzwerte, Dosisoptimierung, Organdosis, Meldepflicht

Abstract

A dose management system is not required in the new radiation protection legislation. The duties and tasks defined there with regard to dose monitoring and optimization can, however, hardly be fulfilled in larger Radiological Institutes without such a system. Furthermore, a good dose management system is a tool which can be utilized to carry out tasks beyond this legally requirements. From the control of the dose modulation and the correct patient positioning on the CT to the organ dose estimation in the case of an existing pregnancy. However, care should be taken while connecting the various modalities to the system or analyzing the data. Otherwise such a system cannot produce meaningful results. The time and personnel expenditure involved in commissioning and maintaining a dose management system should not be underestimated either.

Keywords: dose management system, diagnostic reference values, individual dose limit values, dose optimization, organ dose, mandatory reporting

DOI: 10.3238/MTADIALOG.2021.0784

Entnommen aus MTA Dialog 10/2021

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