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Fortbildungen zur Suizidprävention im Gesundheitswesen: Relevanz und Perspektiven

Schwerpunktthema Gesundheitsmanagement
Pamina Daus, Georg Fiedler, Reinhard Lindner, Sina Müller, Sophie Marie Probst, Barbara Schneider, Frank Schwab
Symbolbild zur Suizidprävention: Eine Hand zeichnet eine Brücke zwischen „Suicide“ und „Prevention“.
© Dzmitry/stock.adobe.com
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Weltweit sterben jährlich mehr als 720.000 Menschen durch Suizid. In Deutschland sind es jährlich etwa 10.000 Menschen. Gesellschaftlich ist dieses Thema dennoch stark tabuisiert. Die WHO beschreibt Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen explizit als zentrales Hindernis einer erfolgreichen Suizidprävention.

Zusammenfassung

Suizid stellt weltweit ein gesellschaftlich bedeutendes Gesundheitsproblem dar. Gleichzeitig ist der professionelle Umgang mit Suizidalität im Gesundheitswesen häufig mit Unsicherheiten verbunden. Trotz der hohen Relevanz fehlen in vielen Ausbildungen und Studiengängen verbindliche curricular verankerte Inhalte zur Suizidprävention. Studien zeigen, dass viele Fachkräfte sich unzureichend vorbereitet fühlen und Fortbildungen ihre Kenntnisse, Einstellungen und Selbstwirksamkeit im Umgang mit suizidalen Menschen verbessern können. Evidenzbasierte Ansätze der Suizidprävention werden diskutiert, insbesondere Gatekeeper-Trainings und Potenziale digitaler Fortbildungsformate. Vorgestellt wird das Projekt „suiLearning“, ein multiprofessionell ausgerichtetes E-Learning-Programm zur Suizidprävention im Gesundheitswesen, das gerade entwickelt wird. Ziel ist es, Fachkräfte verschiedener Berufsgruppen dabei zu unterstützen, suizidale Krisen frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Schlüsselwörter: Suizidprävention, Gesundheitswesen, Gatekeeper-Training, E-Learning

Abstract

Suicide represents a major global public health issue. At the same time, professionals in the healthcare system often experience uncertainty when dealing with suicidal behaviour. Despite its high relevance, suicide prevention is not consistently integrated into the curricula of many training programs and degree courses. Studies indicate that many professionals feel insufficiently prepared and that training programs can improve their knowledge, attitudes, and self-efficacy in working with suicidal individuals. Evidence-based approaches to suicide prevention are discussed, particularly gatekeeper trainings and the potential of digital training formats. The article introduces the project „suiLearning“, a multiprofessional e-learning program for suicide prevention in healthcare that is currently being developed. It aims to support healthcare professionals from various disciplines in recognising suicidal crises at an early stage and responding to them appropriately.

Keywords: suicide prevention, healthcare system, gatekeeper-training, e-learning

DOI: 10.53180/MTIMDIALOG.2026.0320

 

Entnommen aus MT im Dialog 05/2026

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