Premium Hämatologie

Immunthrombozytopenie: 
Hinweise im Labor 
erkennen und interpretieren

Schwerpunktthema Autoimmunerkrankungen
Hella Hartmann
Abbildungen zum Erscheinungsbild und zur Ätiologie einer Immunthrombozytopenie
© Robert Yap/stock.adobe.com/H. Hartmann
Newsletter­anmeldung

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Der MT-Dialog-Newsletter informiert Sie jede Woche kostenfrei über die wichtigsten Branchen-News, aktuelle Themen und die neusten Stellenangebote.

Formularfelder Newsletteranmeldung

* Pflichtfeld

Paul Gottlieb Werlhof beschrieb 1735 erstmals das Krankheitsbild als „Morbus maculosus haemorrhagicus“ – purpurne Flecken am gesamten Körper [14].

Zusammenfassung

Die Immunthrombozytopenie (ITP) ist eine erworbene Erkrankung, die oft mit einer ganz erheblichen Verminderung der Thrombo­zytenzahl einhergeht. Ursache dafür sind Autoantikörper, die gegen Thrombozyten und Megakaryozyten gerichtet sind [13]. Thrombozytenabbau und -bildung geraten durch die Autoimmunreaktion ins Ungleichgewicht, woraus eine unterschiedlich stark ausgeprägte Blutungsneigung resultiert. Die Folgen sind selten lebensbedrohlich, aber oft alltagsbestimmend. Eine Strategie der Wahl ist „watch & wait“. Bei Indikation stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten, die der Immunreaktion entgegenwirken, zur Verfügung. Die ITP tritt sekundär im Rahmen anderer meist hämatologischer Erkrankungen oder ohne erkennbare Ursache als primäre ITP auf und kann einen passageren oder chronischen Verlauf nehmen. Man unterscheidet die akute, oft postinfektiöse Form, die meist im Kindes- und Jugendalter auftritt von der chronischen ITP, die überwiegend im Erwachsenenalter vorkommt.

Schlüsselwörter: Thrombozytopenie, Pseudothrombozytopenie, Autoimmunerkrankung, IPF, Immature Platelet Fraction, Megakaryopoese

Abstract

Immune thrombocytopenia (ITP) is an acquired disease that is often accompanied by a significant reduction in platelet count. This is caused by autoantibodies that target platelets and mega­karyocytes. The autoimmune reaction causes an imbalance in ­platelet degradation and formation, resulting in a varying degree of bleeding tendency. The consequences are rarely life-­threatening, but often have a significant impact on everyday life.

A „watch & wait“ strategy is the treatment of choice. If indicated, various therapeutic options are available to counteract the ­immune reaction. ITP occurs secondarily in the context of other, mostly hematological diseases, or without any identifiable cause as primary ITP, and can take a transient or chronic course. A distinction is made between the acute, often post-infectious form, which usually occurs in childhood and adolescence, and chronic ITP, which occurs predominantly in adulthood.

Keywords: thrombocytopenia, pseudothrombocytopenia, autoimmune disease, IPF, Immature Platelet Fraction, megakaryopoiesis

DOI: 10.53180/MTIMDIALOG.2026.0088

 

Entnommen aus MT im Dialog 02/2026

Online-Angebot der MT im Dialog

Um das Online-Angebot der MT im Dialog uneingeschränkt nutzen zu können, müssen Sie sich einmalig mit Ihrer DVTA-Mitglieds- oder Abonnentennummer registrieren.

Stellen- und Rubrikenmarkt

Möchten Sie eine Anzeige in der MT im Dialog schalten?

Stellenmarkt
Industrieanzeige