Influenzagefahr in der Wintersaison
Noch vor wenigen Jahren war die klassische Influenza oder Virusgrippe fast in Vergessenheit geraten. Ursache für den Rückgang der Erkrankungszahlen waren die gesetzlichen Regelungen während der Coronajahre, welche die Zirkulation aller Atemwegsviren zurückdrängten. Maßnahmen wie soziale Distanzierung, Maskentragen und die Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen reduzierten auch das allgemeine Risiko von Tröpfcheninfektionen. Die aktuellen Meldezahlen des Robert Koch-Instituts zeigen, dass inzwischen leider wieder das präpandemische Niveau erreicht ist (Abb. 1).
Patienten, die an einer schweren Influenzainfektion erkranken, müssen oft ins Krankenhaus oder sogar auf eine Intensivstation aufgenommen werden. Nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren in der Saison 2024/2025 circa 3–5 Millionen Menschen weltweit von einer schweren Influenza betroffen. Etwa 290.000–650.000 dieser Erkrankungen führten zum Tod durch Atemwegsprobleme, was einer geschätzten Mortalität von 7–16 % entspricht. Ältere Personen über 65 Jahre und Kleinkinder unter 5 Jahren zeigen besonders häufig schwere Verläufe [1]. Das Krankenhaus kann durch Weiterverbreitung der Viren auch zum Ausgangspunkt neuer Infektionen bei Mitarbeitenden und Nachbarpatienten werden. Nosokomiale Ausbrüche, die ganze Stationen oder Krankenhausabteilungen betreffen, sind leider nach den Coronajahren ebenfalls wieder beobachtet worden [2]. Eine aktuelle Übersichtsarbeit stellte Hintergrundinformationen und aktuelle Präventionsempfehlungen zur Influenza zusammen [3]. Die wichtigsten Informationen daraus werden nachfolgend zusammengefasst.
Entnommen aus MT im Dialog 10/2026
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