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KI in der Radiologie implementieren

Ein praxisorientierter Leitfaden
Florian Nützel, Tabea Quecke
Grafische Umsetzung des Themas „AI (KI) in der Medizin“
© AKACHA/stock.adobe.com
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Seit der Publikation der KI-Grundlagen-Serie in der MTA im Dialog [1–6] hat sich die Diskussion um den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Radiologie deutlich konkretisiert. Während die bisherigen Artikel Wissen über Machine Learning, Deep Learning und die IT-Infrastruktur vermittelt haben [2, 5–7], stellt sich nun eine zentrale praktische Frage: Wie führe ich ein KI-Assistenzsystem in meiner radiologischen Abteilung oder Praxis konkret ein?

Zusammenfassung

Die Integration generativer KI-Systeme in radiologische Workflows verspricht erhebliche Effizienzgewinne, erfordert aber eine systematische Planung und Risikobewertung. Dieser Artikel beschreibt auf Basis eines praktischen Implementierungsprojektes, wie MTR und Radiologen bei der Einführung von KI-Assistenzsystemen vorgehen sollten. Der Fokus liegt auf der Auswahl geeigneter Systeme, der Gestaltung von Lastenheften und den technologischen sowie organisatorischen Herausforderungen bei der Integration in bestehende Workflows. Praktische Erkenntnisse zeigen, dass lokale, datenschutzkonforme Lösungen derzeit noch an ihre Grenzen stoßen – eine sorgfältige Anforderungsanalyse und ein strukturiertes Change-Management sind daher essenziell.

Schlüsselwörter: MTR, künstliche Intelligenz, Implementierung, ­Change-Management, Retrieval-Augmented Generation, Wissens­managementsysteme

Abstract

The integration of generative AI systems into radiological workflows promises significant efficiency gains but requires systematic planning and risk assessment. Based on a practical implementation project, this article describes how radiographers and radiologists should proceed when introducing AI assistant systems. The focus is on selecting suitable systems, designing requirement specifications, and addressing technological and organizational challenges when integrating into existing workflows. Practical findings show that local, data-protection-compliant solutions currently have their limits – careful requirements analysis and structured change management are therefore essential.

Keywords: radiographer, artificial intelligence, implementation, ­change management, retrieval-augmented generation, knowledge management systems

DOI: 10.53180/MTIMDIALOG.2026.0536

 

Entnommen aus MT im Dialog 08/2026

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