Aus der Industrie

Patientenzimmer der Zukunft

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Im Patientenzimmer der Zukunft stehen die Betten gegenüber statt nebeneinander. © Fraunhofer IST/Paul Kurze
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Auch wenn das Patientenzimmer schon immer im Zentrum des Krankenhaus(neu)baus und der Hygiene gestanden hat, ist seine Bedeutung in den vergangenen Jahren weiter in den Vordergrund gerückt. Dafür hat die Zunahme von Krankenhausinfektionen mit multiresistenten Erregern gesorgt.

Eigene Bäder für alle Patientinnen und Patienten, fugenlose und leicht zu reinigende Nachttische mit schmutzabweisenden Oberflächen, automatisierte Reinigungskonzepte, Desinfektionsmittelspender, die bei Benutzung einen Smiley zeigen: So könnte das „Patientenzimmer der Zukunft“ aussehen. Der begehbare Demonstrator eines solchen Zweibettzimmers wurde Ende August auf dem Gelände des Städtischen Klinikums Braunschweig eröffnet. In dem Forschungs- und Studienlabor wollen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Architektur, Materialforschung und Medizin praxistaugliche Musterlösungen für die Krankenhausarchitektur entwickeln. Dafür haben sich die Technische Universität Braunschweig, das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST und das Städtische Klinikum Braunschweig zusammengeschlossen. Im Projekt eingebunden sind auch 19 Industriepartner. Der Prototyp des Patientenzimmers wurde im Projekt KARMIN entwickelt und auf dem Gelände der Charité im Rahmen des World Health Summit 2020 in Berlin ausgestellt. Jetzt wird der Demonstrator in ein neues anwendungsorientiertes Forschungs- und Studienlabor überführt. Medizinischem Personal kann der Zugang für praxisnahe Untersuchungen ermöglicht werden und die Forscherinnen und Forscher erhalten direktes Feedback vom Gesundheitspersonal. „Wir betreiben gemeinsam Versorgungsforschung“, betonte Dr. Thomas Bartkiewicz, Ärztlicher Direktor des Klinikums. „Wichtig ist hier für uns zum Beispiel die Frage: Wie können wir ein normales Zimmer in ein Intensivzimmer umwandeln?“ Im Forschungs- und Studienlabor soll es möglich sein, den Klinikalltag nachzustellen und durch den Einsatz von Augmented Reality verschiedene Fallkonstellationen zu trainieren. „Zukunftsweisend und nachhaltig wollen wir translationale Forschung voranbringen und damit Voraussetzungen für weitere Aktivitäten der Ausbildung und Qualifizierung von medizinischem Personal schaffen“, so Dr. Bartkiewicz.

Weitere Informationen unter https://karmin.info

 

Entnommen aus MTA Dialog 10/2022

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