Pertussis

Eine Übersichtsarbeit zu Epidemiologie, Klinik, Diagnostik und aktuellen Präventionsstrategien
Leopold Österreicher
Mikroskopische Darstellung stäbchenförmiger Bakterien als schematische Visualisierung mikrobiologischer Erreger.
© Dr_Microbe/stock.adobe.com
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Keuchhusten galt lange Zeit als reine Kinderkrankheit, jedoch zeigen epidemiologische Daten der letzten Jahrzehnte, dass sich Pertussis zu einer Infektionskrankheit entwickelt, die alle Altersgruppen betrifft. Der entscheidende epidemiologische Wandel liegt in der ­Verschiebung des primären Erregerreservoirs von Kindern hin zu Jugendlichen und Erwachsenen [1].

Zusammenfassung

Pertussis, auch als Keuchhusten bezeichnet, ist eine hoch ansteckende Atemwegsinfektion, ausgelöst durch das gramnegative Bakterium Bordetella pertussis. Trotz hoher Impfquoten im Kindesalter gewinnt die Erkrankung aktuell erneut an klinischer und epidemiologischer Bedeutung, da die begrenzte Dauer der Immunität nach Impfung oder Infektion dazu führt, dass Jugendliche und Erwachsene zunehmend als Reservoir fungieren. Junge Säuglinge sind aufgrund ihrer noch unzureichenden Immunität besonders anfällig für schwere Krankheitsverläufe. Im Jahr 2024 meldete das Robert Koch-Institut (RKI) die höchste jährliche Fallzahl seit Einführung der bundesweiten Meldepflicht im Jahr 2013. Die antibiotische Therapie verkürzt vor allem die Ansteckungsfähigkeit, eine Symptomlinderung ist nur bei sehr frühem Beginn möglich. Den entscheidenden Beitrag zur Krankheitskontrolle leisten Impfmaßnahmen, insbesondere Auffrischimpfungen sowie die Impfung in der Schwangerschaft, die Neugeborene durch passiven Nestschutz schützt.

Schlüsselwörter: Keuchhusten, Bordetella pertussis, Epidemiologie, Impfung

Abstract

Pertussis, also known as whooping cough, is a highly contagious respiratory infection caused by the gram-negative bacterium Bordetella pertussis. Despite high vaccination coverage in childhood, the disease has regained clinical and epidemiological relevance, as the limited duration of immunity after vaccination or natural infection results in adolescents and adults increasingly acting as reservoirs. Young infants are particularly susceptible to severe courses of disease due to their still insufficient immunity. In 2024, the Robert Koch Institute (RKI) reported the highest annual number of cases since the introduction of nationwide mandatory reporting in 2013. Antibiotic therapy primarily shortens the period of infectiousness, while symptom relief is only achievable if treatment is initiated very early. The key contribution to disease control is provided by vaccination, in particular booster doses and maternal immunization during pregnancy, which protects newborns through passive immunity.

Keywords: whooping cough, Bordetella pertussis, epidemiology, ­vaccination

DOI: 10.53180/MTIMDIALOG.2026.0160

 

Entnommen aus MT im Dialog 03/2026

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