Stellungnahme zum Konzept „Tele-MTRA“

Neues aus der Berufspolitik
DVTA Bundesvorstand
Neues aus der Berufspolitik, Titelbild zu „Tele-MTRA“
Das Tele-MTRA-Konzept gefährdet den Beruf der MTRA. © VILevi, stock.adobe.com/DAEV
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Vonseiten der Industrie wurde ein IT-Konzept erarbeitet und in das Angebotsportfolio aufgenommen, um das Fachwissen von MTRA über eine „Tele-MTRA“ an den Arbeitsplätzen zur Verfügung zu stellen. Die Stellungnahme wurde Mitte März an alle relevanten Ministerien und Behörden auf Bundes- und Landesebene verschickt sowie eine Pressemitteilung verfasst.

Die Notwendigkeit von „Tele-MTRA“ wird im Konzept mit dem herrschenden Fachkräftemangel bei MTRA sowie der damit zusammenhängenden eingeschränkten Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs von CT und MRT und der fehlenden wirtschaftlichen Auslastung dieser Großgeräte sowie der angespannten Personalsituation aufgrund von Arbeitsüberlastung, Krankheit und Urlaub als verschärfende Faktoren begründet. Demnach ergibt sich, der Argumentation des Konzepts folgend, die Fragestellung der Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung mit MTRA und des qualitativen Lückenschlusses, um einen durchgängigen Betrieb durch qualifiziertes und erfahrenes Personal sowie schnelle Reaktionszeiten zur Abfederung von Spitzen zu gewährleisten.

Das Konzept ist nicht nur mit den geltenden gesetzlichen Regelungen nicht vereinbar, sondern es gefährdet auch den Beruf der MTRA, indem es den Einsatz von anderen Gesundheitsfachpersonen im Bereich der Radiologie unterstützt. Beim Einsatz von „Tele-MTRA“ ist jedoch die Erfüllung der Forderung der Praxisanleitung gemäß dem neuen Berufsgesetz (MTBG) zur Ausbildung von MTR in Gefahr. Diese Praxisanleitung darf gemäß den gesetzlichen Vorgaben nur durch MTR beziehungsweise MTRA (in Präsenz) durchgeführt werden und muss zur Zulassung zur staatlichen Prüfung nachgewiesen werden.

Um dem Fachkräftemangel in unserem Beruf entgegenzuwirken, sollte dies über eine Steigerung der Ausbildungszahlen der MT(A)-Berufe erfolgen. Das Konzept der „Tele-MTRA“ gefährdet jedoch möglicherweise die Aufrechterhaltung der jetzigen Ausbildungszahlen an MTRA-Schulen und steigert damit gegebenenfalls den bereits bestehenden Fachkräftemangel. Daher fordern wir die zuständigen Stellen nachdrücklich auf, die notwendigen Voraussetzungen zur Steigerung der Ausbildungszahlen in den MT(A)-Berufen zu schaffen, um die Gesundheitsversorgung in Deutschland durch ausreichend MT(A) zu sichern!

Daher haben wir noch einmal die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen in allen drei Bereichen der Radiologie aufgefordert, sich an der Ausbildung der MTRA-Fachkräfte zu beteiligen, indem sie MTRA als Auszubildende einstellen und über Kooperationen mit MTRA-Schulen die Ausbildung von dringend notwendigen Fachkräften unterstützen und fördern! Die komplette Stellungnahme finden Sie auf der Homepage des DVTA unter folgendem Link: https://tinyurl.com/2atp8tkt.

 

Entnommen aus MTA Dialog 5/2022

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