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Weltneuheit in der Krebs-Strahlentherapie?

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Abbildung zur Innovative Radiation Therapy with Electrons
Weltneuheit in der Krebs-Strahlentherapie © CHUV, CERN, THERYQ
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Das Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) in Lausanne (Schweiz), das Europäische Labor für Teilchenphysik (CERN) und THERYQ (ALCEN Group) haben eine Vereinbarung über die weltweit erstmalige Entwicklung eines FLASH-Strahlentherapiegeräts unterzeichnet, das sehr energiereiche Elektronenstrahlen (VHEE) zur Behandlung von Krebsarten einsetzen soll, die gegen herkömmliche Behandlungen resistent sind.

Das Gerät, das auf der CERN-Technologie basiert, soll im CHUV installiert werden. Durch die Verkürzung der Bestrahlung auf wenige Millisekunden reduziere die FLASH-Strahlentherapie die Nebenwirkungen erheblich und erhöhe gleichzeitig die Wirksamkeit gegen den Tumor, betonen die Beteiligten. Die dreiteilige Vereinbarung umfasse die Zusammenarbeit bei der Entwicklung, der Planung, der Einhaltung der Vorschriften und dem Bau des weltweit ersten Strahlentherapiegeräts, das die FLASH-Technik mit sehr energiereichen Elektronen nutze. THERYQ, Teil der ALCEN Healthcare Division, werde dieses einzigartige Gerät herstellen, das einen kompakten Linearbeschleuniger auf Basis der CERN-Technologie verwende. Im CHUV werde ein spezieller Bunker für diese Technologie gebaut. Es wird erwartet, dass das Gerät innerhalb von zwei Jahren einsatzbereit ist. Die ersten klinischen Versuche sind für 2025 geplant. Durch die Integration der vom CERN entwickelten kompakten Linearbeschleunigertechnologie werde das von THERYQ hergestellte FLASHDEEP-Tool Elektronenstrahlen mit sehr hoher Energie (VHEE) von 100 bis 200 MeV verwenden, die 10- bis 20-mal stärker sind als die vom Prototypen FLASHKNiFE. Diese zusätzliche Leistung soll die FLASH-Behandlung aller Arten von Krebs bis zu einer Tiefe von 20 cm ermöglichen. Die VHEE-FLASH-Technologie habe mehrere Vorteile: Hochenergetische Elektronen können in einer Weise fokussiert und ausgerichtet werden, wie es mit Röntgenstrahlen kaum möglich ist, und Strahlentherapiegeräte, die auf CERNs Elektronenbeschleunigertechnologie basieren, sollen wesentlich kompakter und kostengünstiger werden als derzeitige Therapieanlagen auf Protonenbasis.

Weitere Informationen unter www.theryq-alcen.com

 

Entnommen aus MT im Dialog 1/2023

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