Diagnostik-Branche stagniert
Auch der Bereich Life Science Research (LSR) habe mit einem Umsatz von 3,81 Milliarden Euro einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent verzeichnet. Parallel dazu habe sich die Stimmung in den Unternehmen deutlich eingetrübt. Die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres haben spürbar nachgelassen, während Beschäftigungsimpulse weitgehend ausbleiben. Gleichzeitig richteten viele Unternehmen ihren Blick verstärkt auf internationale Märkte, die als dynamischer und innovationsfreundlicher wahrgenommen werden als der Heimatmarkt. Entsprechend wird beklagt, dass sich die Diagnostikindustrie in Deutschland einem wachsenden wirtschaftlichen und regulatorischen Druck ausgesetzt sehe. Gleichzeitig gewinnen allerdings diagnostische Verfahren im Zuge aktueller gesundheitspolitischer Reformen für Prävention und Versorgung zunehmend an Bedeutung. Der VDGH betrachtet dies als eine entscheidende Phase für die zukünftige Entwicklung der Branche. Im zurückliegenden Jahr habe die sogenannte Laborreform im EBM erhebliche Absenkungen für Laboruntersuchungen in der vertragsärztlichen Versorgung mit sich gebracht. Dies bekomme die Industrie zu spüren. Der VDGH begrüßt die Initiative des Pharma- und Medizintechnikdialogs der Bundesregierung nachdrücklich und engagiert sich in den eingerichteten Arbeitsgruppen. Bereits heute sei erkennbar, dass Bürokratieabbau und Deregulierung zentrale Handlungsfelder darstellen. Damit richte sich der Blick insbesondere auf Brüssel und auf die Rahmenbedingungen der Produktzulassung, so der VDGH.
Weitere Informationen unter www.vdgh.de
Entnommen aus MT im Dialog 06/2026
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