EEG-System für BCI-Anwendungen
Künstliche Intelligenz soll unter anderem in die Lage versetzt werden, anhand von Gehirnaktivitäten menschliche Schlussfolgerungen zu verstehen. Im Januar gab Zander Labs ein Projektupdate bekannt und stellte seine erste vollständig integrierte passive Gehirn-Computer-Schnittstelle (pBCI) vor, die darauf ausgelegt ist, kognitive Belastungen anhand der Gehirnaktivität auf Basis eines Elektroenzephalogramms (EEG) zu erkennen und daraufhin Benutzeroberflächen in Echtzeit anzupassen. Für die BCI-Anwendungen im Rahmen des NAFAS-Projekts haben die Forschenden des Fraunhofer IDMT ihre patentierten Elektroden-Patches („trEEGrids“), die im Gesicht getragen werden, speziell weiterentwickelt, um eine unauffällige und komfortable Erfassung von Hirnsignalen zu ermöglichen. Die schnelle und einfache Applikation in Kombination mit einer hohen Signalqualität soll neue Möglichkeiten in der praktischen Anwendung von EEG eröffnen. Die Forschenden passten sowohl die Elektrodenplatzierung als auch das Design des EEG-Patches für die konkreten Anwendungsszenarien im NAFAS-Projekt an. Dazu gehörte die Erweiterung des Systems um Elektroden im Scheitelbereich. Zentral sei die systematische Evaluation von unterschiedlichen Elektrodentypen und Leitmaterialien gewesen, um ein möglichst gutes und robustes Signal-Rausch-Verhältnis zu erreichen. Außerdem sei der Schichtaufbau des Patches mit Blick auf kosteneffizientere Produktionsverfahren verändert worden. „Die Arbeiten im NAFAS-Projekt sind für uns ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, EEG-Technologie aus dem Labor in den Alltag zu bringen“, sagte Dr.-Ing. Insa Wolf, Gruppenleiterin Mobile Neurotechnologien am Fraunhofer IDMT.
Weitere Informationen unter https://www.zanderlabs.com/nafas
Entnommen aus MT im Dialog 06/2026
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