Die Studie untersucht, unter welchen Bedingungen künstliches Herzgewebe in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche im Endstadium – einer terminalen Herzinsuffizienz (NYHA III oder IV) – sicher eingesetzt werden kann. Prof. Dr. Wolfram Zimmermann, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsklinikum Göttingen, präsentierte die ersten Phase-II-Interimsdaten dieser First-in-patient- und First-in-class-Studie zum Einsatz des sogenannten „Engineered Heart Muscle“ (EHM). Die Daten zeigen, dass die BioVAT-Transplantate gut vertragen wurden und ein angemessenes Sicherheitsprofil aufwiesen. Die offene Phase-I/II-Studie BioVAT-HF untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von funktionellen Herzmuskelpflastern, die aus menschlichen induzierten pluripotenten Stammzellen hergestellt wurden. Diese Pflaster werden bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) auf den geschwächten Herzmuskel der linken Herzkammer transplantiert. Nach drei Monaten habe sich eine Verdickung der behandelten Herzwand um 4,5 mm, eine Verbesserung der linksventrikulären Ejektionsfraktion um 3,9 Prozentpunkt sowie eine Steigerung des KCCQ-OSS (Kansas City Cardiomyopathy Questionnaire Overall Summary Score) um 6,7 Punkte gezeigt. Die Langzeitnachbeobachtung über bis zu 36 Monate habe eine Steigerung der linksventrikulären Wanddicke um 2,7 mm, eine Verbesserung der linksventrikulären Ejektionsfraktion um 6,9 Prozentpunkte und eine Steigerung des KCCQ-OSS um 17 Punkte ergeben. Es bestehe ein großer Bedarf, da etwa 5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland im Jahr 2023 an chronischer Herzinsuffizienz jeglichen Schweregrades erkrankt waren. Es sei hierzulande die dritthäufigste Todesursache, so Repairon.
Weitere Informationen unter www.repairon.de
Entnommen aus MT im Dialog 02/2026
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