Studie zu „Meine Tinnitus App“
Medizinische Leitlinien empfehlen psychoedukatives Counseling als zentralen Baustein der Therapie, der Zugang zu spezialisiertem Fachpersonal ist aber oft limitiert. Eine aktuelle Studie untersuchte nun den Nutzen eines leitlinienkonformen, digitalen Counselings durch die „Meine Tinnitus App“ bei Patienten mit chronischem subjektivem Tinnitus. Die InfectoPharm Digital Health GmbH betonte, dass die Studie die hohe Wirksamkeit der App-basierten Tinnitus-Therapie „Meine Tinnitus App“ belege. Viele Patienten, die die digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) nutzten, erlebten eine signifikante Reduktion ihrer Tinnitus-Belastung und eine deutliche Verbesserung im Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Die Ergebnisse bestätigten, dass leitliniengerechtes, digitales Counseling eine effektive und leicht zugängliche Behandlungsoption für Betroffene darstelle. Insgesamt nahmen 204 Patienten mit chronischem subjektivem Tinnitus aus 33 HNO-Praxen in Deutschland teil. In der Interventionsgruppe sank die Tinnitus-Belastung signifikant um durchschnittlich 35,4 Prozent – dies umso stärker, je häufiger sie die App einsetzten. Zudem erreichten 43,8 Prozent der App-Anwender eine Verbesserung ihres Tinnitus-Schweregrads um mindestens eine Stufe, verglichen mit nur 16,9 Prozent in der Kontrollgruppe. Auch die Alltagsbelastung und die Schwierigkeiten bei der Krankheitsbewältigung nahmen bei den App-Nutzern signifikant ab, so das Unternehmen.
Weitere Informationen unter www.infectopharm.com
Entnommen aus MT im Dialog 03/2026
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