Anonymisierte Daten für KI-Prompts

Privacy Guardrail
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Illustration des Privacy Guardrail-Tools von DFKI mit anonymisierten Daten und der Aufforderung, Ersatzdaten sicher zu überprüfen und einzufügen.
Privacy Guardrail wird als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht und steht unter der Apache-2.0-Lizenz. © DFKI
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Auch im medizinischen Bereich ist die Nutzung von künstlicher Intelligenz immer präsenter. Doch dabei werden auch sensible Patientendaten in Prompts eingegeben, die vorher nicht anonymisiert wurden. Um die Dienste von ChatGPT, Gemini und Co. weiter nutzen zu können, veröffentlicht das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eine Open-Source-Erweiterung für Google Chrome, um sensible Daten zu anonymisieren.

Auch im medizinischen Alltag ist die Nutzung von künstlicher Intelligenz bereits angekommen. Ob für die Erstellung von E-Mails, Protokollen oder Forschungsnotizen und internen Dokumenten wird KI verwendet und darin können auch Daten von Patientinnen und Patienten enthalten sein. Dabei müssen diese sensiblen Daten vorher eigentlich anonymisiert werden, um sie nicht an die öffentlich verfügbaren Dienste weiterzugeben. Das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz stellt hierfür die Open-Source-Erweiterung für Google Chrome zur Verfügung, um vertrauliche Daten für die Prompts zu anonymisieren.

Prompts auf sensible Daten prüfen

Hierfür liegt die Anwendung in einer Public Beta vor und kann für Chrome auf dem Desktop genutzt werden. Die Erweiterung überprüft den Text, markiert sensible Inhalte und ersetzt diese vor dem Absenden des Prompts durch Platzhalter. Vorher können Nutzerinnen und Nutzer den Text noch überprüfen und anpassen. Nach der Antwort lassen sich die Platzhalter ebenso einfach wieder durch die ursprünglichen Werte ersetzen. Neu an diesem Ansatz ist die Lokalität. Die sensiblen Daten gelangen gar nicht erst an ChatGPT, Gemini und Co., sondern werden ersetzt, bevor der Prompt abgeschickt wird.

Somit verbleiben die sensiblen Daten oim lokalen Browser-Profil, wo je nach Nutzungseinstellungen keine Daten gespeichert werden. Für die Anwendung erfasst ein Erkennungslayer zunächst Informationen die E-Mail-Adressen, IBANs oder Kreditkartennummern und ergänzend noch kontextabhängige Begriffe wie Personen, Organisationen, Orte oder Passwörter. Trotzdem können sensible Inhalte von der Anwendung übersehen werden, weshalb das DFKI daraufhin weist, das Ergebnis zu überprüfen, bevor der Prompt abgeschickt wird.

Da es als Open-Source-Projekt veröffentlicht wird, bleibt es auditier- und überprüfbar. Sie funktioniert vor allem für ChatGPT und Gemini, doch auch andere Chromium-basierte Browser können genutzt werden, werden aktuell jedoch nicht offiziell getestet.

Quelle: idw

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