Austausch zwischen Netzwerk BiG und ver.di am 1. Oktober 2026
Der DVTA nutzte den Austausch, um auf weiterhin bestehende strukturelle Probleme bei der Ausbildung hinzuweisen, wie die fehlende Refinanzierung der Ausbildung im ambulanten Bereich sowie die fehlende bundesweit einheitliche Regelung zur Vergütung der Praxisanleitung. Während die Ausbildung einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs leistet, bestehen hier nach wie vor Finanzierungslücken, die insbesondere für ambulante Einrichtungen eine erhebliche Herausforderung darstellen. Weiterhin benötigt eine qualitätsvolle praktische Ausbildung eine angemessene und verlässlich finanzierte Praxisanleitung. Darüber hinaus wurde über die ersten bekannten Erfahrungen zu den staatlichen Prüfungen nach dem neuen Berufsgesetz (MTBG) berichtet. Diese Erfahrungen aus den ersten Prüfungsdurchläufen sind für die weitere Entwicklung der Ausbildung von Bedeutung, da sie wichtige Hinweise darauf geben, wie sich die neuen gesetzlichen Ausbildungsstrukturen in der Praxis bewähren und an welchen Stellen gegebenenfalls weiterer Anpassungs- oder Unterstützungsbedarf besteht.
Weitere Themen des Treffens waren aktuelle Entwicklungen bei ver.di sowie mögliche Anknüpfungspunkte für eine gemeinsame Zusammenarbeit im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen. Insbesondere für die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst werden schwierige Gespräche erwartet. Grund dafür sind die aktuellen Entwicklungen mit Kündigungen von Tarifverträgen wie dies zum Beispiel bei VW geschehen ist. Darüber hinaus wurden das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz sowie der Verlauf der Bildung der Ausschüsse gemäß dem Krankenhausreformanpassungsgesetz diskutiert. Der berufspolitische Austausch zeigte einmal mehr: Eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung braucht nicht nur ausreichend Fachkräfte, sondern auch gute und verlässliche Rahmenbedingungen. Für den DVTA bleibt deshalb ein zentraler Aspekt seiner Arbeit, die offenen Fragen zur Finanzierung der Ausbildung im ambulanten Bereich und zur Vergütung der Praxisanleitung weiterhin nachdrücklich auf die politische Agenda zu setzen.
Entnommen aus MT im Dialog 11/2026
Artikel teilen

