Ebola-Ausbruch: Großeinsatz wird vorbereitet

Grenzregion betroffen
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Mann im Schutzanzug und Schriftzug EBOLA.
© Lukas Gojda/stock.adobe.com
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Nach Angaben der kongolesischen Behörden wurden in den drei Regionen Mongwalu, Bunia und Rwampara bisher mehr als 80 Ebola-Todesfälle und 246 Verdachtsfälle gemeldet. Dieser Ausbruch wurde durch das Bundibugyo-Virus verursacht.

Das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo (DRC) hatte am 15. Mai offiziell einen Ebola-Ausbruch erklärt. Die WHO hatte daraufhin am 17. Mai den weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen bereitet nun eine rasche Ausweitung der medizinischen Hilfe in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes vor. In einer am 15. Mai 2026 veröffentlichten Erklärung hatte das Gesundheitsministerium Ugandas einen bestätigten Fall der durch das Ebola-Bundibugyo-Virus verursachten Erkrankung bei einem 59-jährigen kongolesischen Mann vermeldet. Dieser war am 11. Mai 2026 in das Kibuli Muslim Hospital aufgenommen worden und verstarb am 14. Mai 2026. Uganda stuft diesen Fall als aus der DRC importiert ein und gab an, dass bislang noch kein lokaler Fall bestätigt worden sei. Der Bundibugyo-Stamm unterscheidet sich vom häufiger vorkommenden Zaire-Stamm dadurch, dass es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung gibt. Laut Ärzte ohne Grenzen liegt die geschätzte Sterblichkeitsrate des Bundibugyo-Stammes zwischen 25 und 40 Prozent. Dies sei der dritte nachgewiesene Ausbruch des Bundibugyo-Stammes nach Ausbrüchen in Uganda in den Jahren 2007–2008 und in der Demokratischen Republik Kongo im Jahr 2012.

Erst späte Meldung des Ausbruchs

Das Africa CDC unterstützt die Koordinierung, um Laborinformationen, das Kontaktpersonenmanagement sowie die grenzüberschreitende Risikobewertung in den betroffenen und gefährdeten Regionen aufeinander abzustimmen. „Die Zahl der Fälle und Todesfälle, die wir in so kurzer Zeit beobachten, ist äußerst besorgniserregend. Dazu kommt die Ausbreitung über mehrere Gesundheitszonen hinweg und nun auch über die Grenze hinweg in Uganda“, sagt Trish Newport, Leiterin des Nothilfeprogramme von Ärzte ohne Grenzen. „In Ituri haben viele Menschen bereits Schwierigkeiten, Zugang zu medizinischer Versorgung zu erhalten. Sie leben in ständiger Unsicherheit, weshalb schnelles Handeln entscheidend ist.“ Am Wochenende vom 9. und 10. Mai erhielt Ärzte ohne Grenzen Meldungen über eine steigende Anzahl von Todesfällen aufgrund eines vermuteten viralen hämorrhagischen Fiebers im Gesundheitsbezirk Mongwalu, einem Gebiet nordwestlich von Bunia, der Hauptstadt der Provinz Ituri. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium begab sich ein Team vor Ort, um die Lage zu beurteilen. Dabei sei festgestellt worden, dass seit Anfang April 55 Menschen gestorben waren. Ärzte ohne Grenzen erhielt anschließend Berichte, wonach auch Fälle in den Gesundheitszonen Bunia und Rwampara identifiziert worden waren.

Bereits der 17. Ebola-Ausbruch

In Ituri ermitteln Teams von Ärzte ohne Grenzen derzeit die medizinischen Bedarfe in den betroffenen Gebieten und arbeiten eng mit den kongolesischen Gesundheitsbehörden zusammen. In der Salama-Klinik von Ärzte ohne Grenzen in Bunia gebe es drei Verdachtsfälle, die inzwischen isoliert worden seien. Derzeit stellt Ärzte ohne Grenzen weitere Teams zusammen, bestehend aus medizinischen, logistischen und unterstützenden Mitarbeitenden, die Erfahrung im Umgang mit Ausbrüchen von viralem hämorrhagischem Fieber haben. Außerdem sollen lebenswichtige Hilfsgüter mobilisiert werden, um so schnell wie möglich eine groß angelegte Hilfsaktion zu starten. Die Teams sollen zudem dafür sorgen, dass in den bestehenden Projekten vor Ort strenge Präventionsmaßnahmen getroffen werden, um Mitarbeiter/-innen, Patientinnen und Patienten sowie deren Zugang zur medizinischen Versorgung zu schützen. Ärzte ohne Grenzen habe in den vergangenen Jahren auf mehrere Ebola-Ausbrüche in der DR Kongo reagiert. Dieser Ausbruch sei der siebzehnte in dem Land seit der Entdeckung des ersten Falls im Jahr 1976.

Quelle: Ärzte ohne Grenzen, Africa CDC

#Infektionskrankheiten

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