Ergebnisse der MT-Befragung 2025
Insgesamt hatten sich 644 Personen (88,4 Prozent weiblich) an der Umfrage beteiligt. Das durchschnittliche Alter liegt bei 46,8 Jahren. Knapp jede zweite Person ist in einem Krankenhaus oder einer Klinik in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft tätig. Und gut jede zehnte Person arbeitet in Krankenhäusern oder Kliniken in privater Trägerschaft. In Radiologischen Praxen oder Zentren sind insgesamt 9,5 Prozent aller Teilnehmenden tätig. 8,5 Prozent sind in Privatlaboren, Laborgemeinschaften oder Pathologien beschäftigt. Immerhin 56,4 Prozent der Befragten geben bei der Frage nach der wirtschaftlichen Situation des Arbeitgebers an, dass Maßnahmen zu Einsparungen getroffen werden. Über eine drohende Insolvenz berichten 4,7 Prozent bei MVZ, 4,5 Prozent bei Krankenhäusern/Kliniken in öffentlicher/gemeinnütziger Trägerschaft und 4,1 Prozent bei Krankenhäusern/Kliniken in privater Trägerschaft. 31,8 Prozent der Befragten sind als praxisanleitende Person tätig. 56,3 Prozent haben einen MTL-Abschluss und 36 Prozent einen MTR-Abschluss. 82,3 Prozent haben kein Hochschulstudium nach der Ausbildung absolviert und planen dies auch nicht. Bei der Frage nach den genutzten Weiter- beziehungsweise Fortbildungsangeboten geben 61,7 Prozent interne Fortbildungen an, gefolgt von der MT im Dialog mit 45,9 Prozent (Teilzeitbeschäftigte sogar 49,4 Prozent) und der DVTA Bildungsgesellschaft mit 42,9 Prozent.
Arbeitszeit und Überstunden
56,8 Prozent arbeiten in Vollzeit. Bei den Vollzeitbeschäftigten sind es im Schnitt 39,1 Stunden Arbeitszeit und bei den Teilzeitbeschäftigten 27,2 Stunden. Gut jede fünfte befragte Person in Vollzeit und knapp jede fünfte Person in Teilzeit leisten keine Überstunden. Krankenhäuser/Kliniken in privater Trägerschaft haben mit 23,9 Prozent eine leicht höhere Quote als Häuser in öffentlicher/gemeinnütziger Trägerschaft (21,4 Prozent) oder radiologische Einrichtungen (20,0 Prozent). In Privatlaboren leisten 16,4 Prozent keine Überstunden, in MVZ sind es nur 7,5 Prozent. Soweit Überstunden geleistet werden, beträgt der monatliche Durchschnitt insgesamt 9,2 Stunden, der Median liegt bei 8 Stunden. Unter den Vollzeitbeschäftigten sind es im Mittel 10,1 Stunden und unter den Teilzeitbeschäftigten 8,0 Stunden. 52,9 Prozent der Befragten, die Überstunden machen, können diese vollständig in Gleitzeit/Freizeit ausgleichen und weitere 21,5 Prozent vollständig durch eine Kombination aus Gleitzeit/Freizeit und Auszahlung.
Gehalt
Von den Vollzeitbeschäftigten verdienen 53 Prozent monatlich mehr als 4.000 Euro brutto und insgesamt 88,8 Prozent mehr als 3.000 Euro. Damit liegt der Median höher als 4.000 Euro. Von den Teilzeitbeschäftigten verdienen 48,2 Prozent monatlich mehr als 3.000 Euro brutto, insgesamt 84,3 Prozent mehr als 2.000 Euro. Damit liegt der Median knapp unter 3.000 Euro. Bei 72 Prozent der Befragten ist ein Tarifvertrag Grundlage der Bezahlung, wobei es bei den Teilzeitstellen nur 69,6 Prozent sind. Die meistgenannte Zusatzleistung ist mit Abstand das Weihnachtsgeld, das knapp zwei Drittel der Befragten erhalten. Es folgen finanzielle Zulagen sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die etwa jede zweite beschäftigte Person erhält. Bei den privaten Krankenhäusern/Kliniken erreicht die Tarifbindung eine Quote von 66,2 Prozent, bei öffentlichen/gemeinnützigen Krankenhäusern/Kliniken sind es 96,2 Prozent. 62,1 Prozent der Teilnehmenden erleben die Konditionen und Bezahlung als motivierend (Männer 68,5 Prozent, Frauen 61,5 Prozent). Dieser Anteil ist bei Vollzeitbeschäftigten mit 66,1 Prozent höher als bei Teilzeitbeschäftigten mit 55,9 Prozent.

Arbeitszufriedenheit
In der Verteilung der Antworten zur Arbeitszufriedenheit überwiegt die Gruppe der (eher) Zufriedenen mit einem Anteil von 66,8 Prozent deutlich die Gruppe der (eher) Unzufriedenen, die auf 31,6 Prozent kommt. Unter den Vollzeitbeschäftigten ist dieser Abstand mit 68,5 zu 28,7 Prozent (Mittelwert von 6,6) größer als unter den Teilzeitbeschäftigten mit 62,6 zu 34,8 Prozent (Mittelwert von 6,2). Besonders die vorhandene Gleichbehandlung von Frauen und Männern benennen 78,4 Prozent bei der Frage nach motivierenden Bedingungen als positiv. Dabei erreicht dieser Anteil bei den Männern 90,0 Prozent und bei den Frauen 76,7 Prozent. Teamwork am Arbeitsplatz motiviert 73,7 Prozent der Beschäftigten (Männer 82,8 Prozent, Frauen 71,7 Prozent). Die eigene Arbeitszeit ist für 68,8 Prozent ein motivierender Faktor (Männer 82,9 Prozent, Frauen 67,0 Prozent). Die Bedingungen des Arbeitsplatzes und der Standort sind für 64,0 Prozent aller Befragten ein positiver Antrieb.
Dagegen empfinden 51,7 Prozent der Befragten die Perspektiven im Beruf (eher) demotivierend. Und auch das Ausmaß der entgegengebrachten Anerkennung und Wertschätzung erlebt eine Mehrheit von 57,3 Prozent als (eher) demotivierend. Der Einsatz des Arbeitgebers für den Ruf und das Image von MT in der Gesellschaft wird als insgesamt unzureichend und daher eher demotivierend eingestuft. Dies antworten 61,1 Prozent aller Teilnehmenden. Nur Beschäftigte im Labor beziehungsweise der Pathologie sehen dies mehrheitlich anders: 58,2 Prozent bezeichnen den Einsatz ihres Arbeitgebers als (eher) motivierend. Bei den freien Angaben finden sich als demotivierender Faktor häufig die Arbeitsbedingungen beziehungsweise Überlastung, Zeitdruck und Personalmangel.
Bei der Frage zur Zufriedenheit mit dem direkten Vorgesetzten äußern sich Vollzeitbeschäftigte (Mittelwert 6,5) mit 60,4 Prozent (eher) zufrieden und 33,8 Prozent (eher) unzufrieden. Bei den Teilzeitbeschäftigten (Mittelwert 6,3) sind die entsprechenden Werte 57,9 Prozent und 36,0 Prozent. Die direkten Vorgesetzten sind zum großen Teil (45,7 Prozent) MT oder Ärztin/Arzt (32,3 Prozent).
Digitalisierung
Die Frage nach dem Einfluss der Digitalisierung auf den Beruf zeigt (Skala war 1 bis 10), dass der Fachbereich Radiologie stärker betroffen ist (MW 7,6) als der Fachbereich Laboratoriumsmedizin (MW 7,0). Im Fachbereich Radiologie Tätige antworten zu 78,4 Prozent im Bereich „stark“ – 63,3 Prozent vergeben die Werte 8 bis 10 – und 20,2 Prozent im Bereich „nicht“ betroffen. Im Fachbereich Labor Tätige geben zu 71,7 Prozent Antworten im Bereich „stark“ – 45,8 Prozent vergeben die Werte 8 bis 10 – und zu 25,5 Prozent im Bereich „nicht“ betroffen. 37,1 Prozent der Befragten betonen, dass sie durch Digitalisierung von bestimmten Tätigkeiten entlastet werden; 29,3 Prozent fühlen sich entlastet und überfordert zugleich. Bei der Unterstützung durch den Arbeitgeber nennen zwei von drei Befragten ihre Einarbeitung als Arbeitgeberunterstützung. An zweiter Stelle steht die Teilnahme an internen Fort- und Weiterbildungen, die aber bereits weniger als die Hälfte anführen. Externe Fort- und Weiterbildungen bieten Arbeitgeber nur jeder fünften Person.
Quelle: MT-Befragung DÄV/DVTA 2025
Entnommen aus MT im Dialog 01/2026
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