Fachberufekonferenz

Neues aus der Berufspolitik
DVTA Bundesvorstand
Blick in die Runde der Teilnehmeden an der Fachberufekonferenz 2026.
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Am 11. Juni 2026 fand die 38. Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen statt. Wie auch in den vergangenen Jahren hatte die Bundesärztekammer dazu eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Organisationen aus dem Gesundheitswesen haben dort neben einem Schwerpunktthema auch Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen ihrer jeweiligen Berufe vorzustellen.

Das Schwerpunktthema mit anschließendem Workshop befasste sich in diesem Jahr mit Maßnahmen im Rahmen der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Krisensituationen. Dabei wurde speziell die verlässliche Aufrechterhaltung der ambulanten ­Versorgung unter außergewöhnlichen Belastungen diskutiert. Eine wesentliche Rolle für die Stabilität und Krisenfestigkeit der Gesundheitsversorgung spielen die Gesundheitsfachberufe. „Sie sichern Versorgung, fördern Gesundheit und tragen entscheidend zur Krisenbewältigung bei“, so die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Dr. Ellen Lundershausen, in ihrem Eingangsstatement.

Als Referentin war die Leiterin des Amts für Gesundheit und Prävention der Landeshauptstadt Dresden, Dr. Kristina Böhm, eingeladen. Ihr Plädoyer zielte auf die dringende Zusammenarbeit aller Player im Gesundheitswesen und sie forderte auf, gemeinsame berufsübergreifende Übungen zu machen, mit klaren Entscheidungen zu Fragen: Wer entscheidet? Wie erfolgt die Kommunikation? Und wie greifen Prozesse ineinander?

„Regelmäßige Übungen – von Pandemie bis Massenanfall von Verletzten – sind dabei kein Luxus, sondern die Grundvoraussetzung für Kontinuität im Chaos“, so Böhm. Dr. Martin-Christoph Henes, Oberstarzt im Zentralstab des Kommandos Gesundheitsversorgung der Bundeswehr in Koblenz, betonte in seinem Vortrag, dass die Gesundheitsversorgung in Krisenzeiten und Kriegszeiten eine gesamtstaatliche Herausforderung darstelle und damit als gesamtgesellschaftlich und gesamtstaatlich gesehen werden müsse.

In einer anschließenden Gruppenarbeit wurde deutlich, dass große Schwachstellen an den Schnittstellen zwischen ambulanter Versorgung, stationären Einrichtungen, Rettungsdiensten und öffentlichen Gesundheitsdiensten liegen. Fehlende Abstimmung sowie unklare Zuständigkeiten und mangelnde Routine im Umgang mit Krisensituationen würden aktuell die Versorgung im Ernstfall gefährden. Die Gesundheitsfachberufe fordern mehr interprofessionelle Zusammenarbeit, um für Krisenübungen gut aufgestellt sein zu können. Der DVTA e.V. wird die Thematik weiter aufnehmen und daran arbeiten.

 

Entnommen aus MT im Dialog 08/2026

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