Größter Genom-Atlas zu Katzenkrebs

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Eine Katze mit weißem Fell und schwarzen Schecken zwischen Augen und Ohren liegt auf einer weißen Unterlage.
© Todorean Gabriel/stock.adobe.com
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Aus 493 Tumoren haben Forschende das größte genetische Bild von Katzenkrebs erstellt. 13 unterschiedliche Tumorarten wurden untersucht.

Welche genetischen Veränderungen sind bei Katzenkrebs typisch? Und gibt es Verbindungen zu menschlichen Krebsarten? Das hat ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Vetmeduni untersucht. Dafür analysierten sie neben den 493 Tumoren aus 13 verschiedenen Krebsarten auch das gesunde Gewebe der Katzen. 

Genetische Gemeinsamkeiten

Es zeigten sich einige Gemeinsamkeiten zwischen Katzen und Menschen. Sowohl bei Menschen als auch bei Katzen spielt das Gen TP53 eine wichtige Rolle. Hierbei handelt es sich um ein Tumorsuppressor-Gen. Ähnlich zum Menschen war es auch bei einem Drittel der Krebsfälle bei Katzen verändert. Während TP53 beim Menschen eine wichtige Rolle für Brutskrebs spielt, ist bei Katzen das Gen FBXW7 häufig verändert. 

Neben den genetischen Komponenten gibt die Studie Hinweise zu den Ursachen des Krebs bei Katzen. Ähnlich zum Menschen zeigen sich bei mehr als der Hälfte der Fälle von Hautkrebs UV-Licht-Schäden als Ursache. Auch die Papillomaviren scheinen vor Katzen keinen Halt zu machen. In einigen Tumorarten fanden die Forschenden DNA der Viren. 

One-Medicine-Ansatz für Tier und Mensch

Es zeigte sich zudem ein Muster, dass Katzenkrebs entweder in vielen kleinen Mutationen auftritt oder in großen Mutationen der Chromosomen, aber nur selten beides gleichzeitig auftritt. Auch das erinnert an die Humanmedizin. Durch die neuen Ergebnisse könnte Krebs bei Katzen in Zukunft besser behandelt werden. Die Hälfte der gefundenen Mutationen der Gene ist mit Medikamenten angreifbar. 37 Prozent der Tumoren könnten so behandelt werden. 67 Fälle beinhalteten genetische Veränderungen, die beim Menschen bereits als behandelbar gelten. Die Studie zeigt nicht nur, wie ähnlich der Krebs von Menschen und Katzen ist, sondern auch, wie man zukünftig besser behandeln kann.

Literatur:
Francis B.A., Ludwig L, He C. et al.: The oncogenome of the domestic cat. Science, 391(6787), 19. Februar 2026; DOI: 10.1126/science.ady6651

Quelle: idw

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