Leistungsfähig und gesund sein – das ist vielen Männern wichtig. Und sie sind bereit, dafür aktiv zu werden. Das bestätigt auch eine aktuelle Befragung des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse unter 1.000 Männern: 91 Prozent setzen mindestens eine Maßnahme für ihre Gesundheit in ihrem Alltag um. Doch nach wie vor sterben Männer im Durchschnitt fünf Jahre früher als Frauen. Die Befragungsergebnisse zeigen: Männer wünschen sich passgenauere Ansprache und Informationen.
Man(n) wünscht sich mehr Informationen zur Männergesundheit
Nur gut jeder dritte Mann (34 Prozent) fühlt sich beim Thema „gesund leben“ gut informiert. Fast jeder fünfte dagegen (19 Prozent) empfindet sich als wenig bis gar nicht informiert. Dabei sind Männer grundsätzlich aktiv für ihre Gesundheit: 91 % geben an, mindestens eine Maßnahme für ihre Gesundheit im Alltag umzusetzen. Diese Maßnahmen sind zum Beispiel:
- Ich bewege mich regelmäßig: 58 Prozent
- Ich achte auf guten Schlaf: 46 Prozent
- Ich achte auf gesunde Ernährung: 46 Prozent
- Ich achte auf meine mentale Gesundheit: 38 Prozent
„Wir erleben bei Männern ein wachsendes Interesse an einem gesunden Lebensstil. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen, um Gesundheitskompetenz und aktives Gesundheitsverhalten zu fördern. Eine zielgruppengerechte Ansprache mit für Männer relevanten Gesundheitsthemen ist dazu der erste Schritt“, sagt Christina Bernards, Teamleiterin Versorgungsmanagement der SBK.
Das bestätigen auch die Befragungsergebnisse. Mit 54 Prozent ist nur gut die Hälfte der Befragten der Meinung, dass Gesundheitsinformationen ausreichend oft männerspezifische Themen behandeln. Die Themen, zu denen sich Männer passendere Informationen wünschen, sind vielfältig: Sie reichen von „Ernährung und Bewegung“ (37 Prozent), über Krebsfrüherkennung (36 Prozent) und psychischer Gesundheit (34 Prozent) bis hin zu Prostata (32 Prozent) und sexueller Gesundheit (25 Prozent).
Informationsquellen: Junge Männer nutzen TikTok und Chatbots – ältere fragen Arzt oder Ärztin
Die wichtigsten Quellen für Gesundheitsinformationen sind für Männer die Arztpraxis oder Suchmaschinen im Internet. Ihre Bedeutung unterscheidet sich in den unterschiedlichen Altersgruppen jedoch stark. Insbesondere in der Gruppe der unter 30-Jährigen nutzen besonders viele Social Media als Informationsquelle. Auch KI-Chatbots sind mit 40 Prozent Nutzenden in dieser Gruppe besonders relevant. Ab der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen gewinnen Arzt und Ärztin als Anlaufstelle für Gesundheitsfragen an Bedeutung. 45 Prozent in dieser Gruppe nutzen diese Quelle. Internetsuchmaschinen sind in allen Altersgruppen relevant.
Positiv fällt auf: Rund drei Viertel der Befragten empfinden die über ihre Quellen gefundenen Informationen als leicht verständlich (79 Prozent) und motivierend aktiv zu werden (71 Prozent). Das heißt aber auch: Rund jeder Vierte empfindet das nicht so.
Quelle: SBK
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