Das Schwerpunktthema dieses Heftes ist Gesundheitsmanagement im weitesten Sinne. Prof. Dr. Peter Imbusch beschreibt das Thema der zunehmenden Gewalt gegenüber Personal im medizinischen Umfeld (und nicht nur dort). Nach wie vor gibt es über die genauen Ursachen noch viele Fragezeichen. Im Beitrag von Stefanie Regina Bautsch geht es um Diskriminierung und Rassismus im Gesundheitswesen. Diverse Studien zeigen auf, dass es kaum einen rassismusfreien Raum gibt. Dazu zählt dann leider auch das Gesundheitssystem. Was man dem entgegenstellen sollte, schildert die Autorin. Suizide sind immer einschneidende Erlebnisse, sei es als Angehörige/r oder als Beschäftigte/r im Gesundheitsbereich. Die Autorinnen und Autoren um Pamina Daus erläutern die Problematik. Alle Beschäftigten sind gefordert und aufgerufen, näher hinzuschauen. Helfen kann dabei eine gezielte Fortbildung. Vorgestellt wird das Projekt „suiLearning“, ein multiprofessionell ausgerichtetes E-Learning-Programm zur Suizidprävention im Gesundheitswesen. In der Medizin galt lange Zeit der männliche Körper als Maßstab bei der Erforschung von Krankheiten. Doch seit den 1990er-Jahren befasst sich die geschlechtersensible Medizin mit dem Einfluss des Geschlechts auf Gesundheit und Krankheit. Erst damit war es möglich, die Diskriminierung anzugehen. Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione gibt einen Überblick über diese komplexe Thematik. Daneben umreißt sie Schritte, die notwendig sind, um bei einer personalisierten Medizin soziale Charakteristika und deren Wahrnehmung mit einzubeziehen. Am Ende würde eine bessere Versorgung der gesamten Bevölkerung stehen.
Migräne ist ein Volksleiden. Über eine Milliarde Menschen sind Schätzungen zufolge weltweit betroffen. Ein neuer Ansatz der Psychoedukation in der Selbstmanagementförderung könnte Verbesserungen bringen. Bahar Karakan stellt eine qualitative Forschung zu diesem Thema vor. Dr. Sylvia Kaap-Fröhlich und Katharina Übelhör erläutern in ihrem Beitrag, wie es gelingen könnte, die Kompetenzen von Biomedizinischen Laborfachpersonen, zu denen auch die MTL zählen, effektiver zu nutzen. Im Bereich der patientennahen Diagnostik beziehungsweise POCT (mit Ergänzung um die Selbsttestung) könnten die Expertinnen und Experten zusätzliche Tätigkeiten übernehmen, wenn Aus- und Weiterbildung angepasst werden, so die beiden Autorinnen. Hardy-Thorsten Panknin, Prof. Dr. Matthias Trautmann und Prof. Dr. Stefan Schröder gehen auf das Problemfeld Sepsis ein, das nach wie vor zu den großen Bürden mit hohen Mortalitätsraten im Gesundheitswesen zählt. Rolf Leicher diskutiert das Thema Fit im Job. Außerdem setzt Dr. Hans Joachim Thiel die Reihe zu Anomalien und Normvarianten mit Bulbusveränderungen fort. Der Englischbeitrag dreht sich um Dying and Death (2).
In der Rechtsprechstunde werden die wichtigen Themen „Krankengeld, Arbeitslosengeld und Rente“ aufgegriffen. Immer wieder gibt es Unsicherheiten, wenn es um längere Krankheitszeiten geht. DVTA-Mitglieder können bei Fragen zu diesen (und anderen rechtlichen) Themen die Sprechstunde des Verbandes kostenfrei nutzen. Einen Überblick über die rechtlichen Themen aus den vergangenen Heften haben Sie hier.
Die Berufspolitik geht auf den offenen Brief zur Einbindung der Gesundheitsberufe in den BMG-Fachdialog Primärversorgung und den Austausch zwischen DVTA und AK MTA bei ver.di ein.
Einen Bildungsbeitrag zur Anerkennung für MTL und MTR, einen historischen Beitrag zu Maurice Ralph Hilleman, Neues aus der Industrie sowie eine Rezension zu Intensivmedizin compact, die Schilderung einer MTL aus dem Arbeitsalltag und ein Rätsel erwarten Sie in der Rubrik „MT intern“.
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