Beim Titelthema dieser Ausgabe geht es um Strahlenschutzmittel. Nach wie vor wird der größte Teil der zivilisatorischen Strahlenexposition in Deutschland durch Untersuchungen mittels diagnostisch angewandter Röntgenstrahlung verursacht. Zwar lassen die Empfehlungen der Strahlenschutzkommission (SSK) zu Strahlenschutzmitteln einen gewissen Spielraum, doch Frauke Meinken gibt in ihrem Beitrag zu bedenken, dass es immer wieder zu Situationen komme, bei denen von den Empfehlungen abgewichen werden müsse, um ein entsprechendes Untersuchungsergebnis sicherstellen zu können. Speziell in der Kinderradiologie muss auf eine möglichst geringe Dosis geachtet werden.
Reinhild Herwartz beschreibt ausführlich das VEXAS-Syndrom, das auch eine hämatologische Relevanz hat. Dabei steht VEXAS für V: Vakuolen (in hämatologischen Vorläuferzellen), E: E1-Enzym (Ubiquitin-aktivierendes E1-Enzym), X: X-chromosomal, A: Autoinflammatorisch (entzündlich) und S: Somatisch (erworbene Mutation). Die Erkrankung wurde erst 2020 von David B. Beck, Marcela A. Ferrada et al. entdeckt. Da es noch recht neu ist und wenige Patientinnen und Patienten bekannt sind, wurde inzwischen hierzulande ein Register initiiert. Ziel ist es, mit der Bündelung von Daten neue Erkenntnisse über Auftreten, Verlauf und die besten Behandlungsansätze zu gewinnen. Im Dezember 2025 wurde dort der 100. Patient aufgenommen.
Wolfgang Brodacz stellt in einem ersten Teil die Techniken für die Ionentrennung im Hochvakuum bei Massenanalysatoren in der LC-MS mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Hardy-Thorsten Panknin und Prof. Dr. Matthias Trautmann erläutern einen Bereich, der vielfach immer noch zu kurz kommt: die Mundgesundheit und der Zusammenhang zu inneren Erkrankungen. So kann beispielsweise das Einschwemmen von Karies- oder Parodontitiserregern in die Blutbahn zu Endokarditis führen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei auch Biofilme. Gerade bei schwer kranken Patientinnen und Patienten oder Demenzkranken muss deshalb auf eine gründliche Zahn- und Mundpflege geachtet werden. Dr. Hans-Joachim Thiel diskutiert in seinem Beitrag Mamma-Implantat-Komplikationen und die Darstellung bei der Bildgebung. Daneben gibt es einen Fallbericht zum akuten Abdomen, der mit der Vorstellung in der Notaufnahme beginnt. Rolf Leicher beschreibt die Herausforderungen der interkulturellen Zusammenarbeit im Arbeitsumfeld. Ein CIRS-NRW-Fall geht auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen (in diesem Fall bei 4MRGN) ein. Der Englischbeitrag dreht sich diesmal um „Dermatophytes – Meet the many fungi that love your skin, hair and nails“.
In der Rechtsprechstunde wird das wichtige Thema „Direktionsrecht des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin“ aufgegriffen. Immer wieder gibt es Unsicherheiten, wenn es um dieses Thema geht. DVTA-Mitglieder können bei Fragen zu diesen (und anderen rechtlichen) Themen die Sprechstunde des Verbandes kostenfrei nutzen. Einen Überblick über die rechtlichen Themen aus den vergangenen Heften haben Sie hier.
Die Berufspolitik geht auf die Weiterbildungsempfehlung zur Sonografie ein.
Ein historischer Beitrag zu Pedro und Josep Brugada, Neues aus der Industrie, einen Bericht des DIW-MTA zur Praxisanleitung in den MT-Berufen, die Schilderung einer MTL aus dem Arbeitsalltag, eine Rezension zu Blood Cells – A Practical Guide und ein Rätsel sowie Sudoku erwarten Sie u.a. in der Rubrik „MT intern“.
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