MT im Dialog 07/2026

Titelthema zur Epilepsie
lz
Cover der MT im Dialog Ausgabe 7 aus 2026.
© curlymary/stock.adobe.com/DÄV
Newsletter­anmeldung

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Der MT-Dialog-Newsletter informiert Sie jede Woche kostenfrei über die wichtigsten Branchen-News, aktuelle Themen und die neusten Stellenangebote.

Formularfelder Newsletteranmeldung

* Pflichtfeld

Die siebte Ausgabe der MT im Dialog für 2026 erscheint offiziell Anfang Juli. Das Titelthema dieses Heftes dreht sich um die Epilepsie.

Beim Titelthema geht es diesmal um die Epilepsie. Es wird davon ausgegangen, dass bis zu fünf Prozent aller Menschen in ihrem Leben einen einzelnen, isoliert auftretenden epileptischen Anfall erleiden. Bei circa 0,5–1 Prozent entwickelt sich eine manifeste Epilepsie. Bezeichnet wird die Epilepsie in der Geschichte auch als die Krankheit der ungezählten Namen. In der Vergangenheit galten Menschen mit Epilepsie als „besessen“, was gerade im Mittelalter zu schlimmen Auswüchsen führte. Doch auch heute noch – trotz aller Aufklärung – führt Epilepsie zur Stigmatisierung, wie eine Umfrage kürzlich wieder bestätigte. Daraufhin betonte Johannes Inama, Geschäftsführer bei Angelini Deutschland: „Wir müssen eine offene und informierte Gesellschaft schaffen, in der Menschen mit Epilepsie nicht benachteiligt oder ausgegrenzt werden.“

Im Vorfeld der 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie hatte Kongresspräsident Prof. Dr. med. Felix Rosenow erläutert, dass sich die Epileptologie in einer faszinierenden Zeit befinde: „Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung werden nutzbar. Erste Gentherapien bei monogen bedingten Epilepsien kommen zur Anwendung. Auch bezüglich der gezielten Therapie autoimmunbedingter Epilepsien stehen wir vor echten Durchbrüchen. Die klinische Forschung ermöglicht es, auf breiter Front Fortschritte zu erzielen“, so Rosenow. Auch beim SUDEP, also dem plötzlichen unerwarteten Tod bei Epilepsie, gebe es Fortschritte. Die immer bessere Kenntnis der Risikofaktoren des plötzlichen Epilepsietodes erlaubten gezielte präventive Ansätze und auch eine erste Studie zur medikamentösen Prävention werde aktuell vom Schweizer Nationalfonds gefördert.

Mit der epikranialen fokalen Kortexstimulation gibt es außerdem ein recht neues Verfahren für den Einsatz bei pharmakoresistenter fokaler Epilepsie. Dr. Susanne Hager geht darauf ein. Bei immerhin rund einem Drittel der von Epilepsie Betroffenen führen Pharmakotherapien nicht zu einer ausreichenden Anfallskontrolle, was zu teils erheblichen Belastungen der Patientinnen und Patienten führen kann. Da nicht bei jedem ein invasiver Eingriff sinnvoll ist oder abgelehnt wird, könnten weniger invasive Verfahren das Mittel der Wahl sein, da sie auch – im Gegensatz zu chirurgischen Hirn-OPs – reversibel sind.

Sari Kirsten Tillmann beschreibt die Einführung des Photon-Counting-CT sowie die dadurch notwendigen Veränderungen im Arbeitsalltag am Zuger Kantonsspital. Wolfgang Brodacz führt im zweiten Teil die Techniken für die Ionentrennung im Hochvakuum bei Massenanalysatoren in der LC-MS mit ihren Vor- und Nachteilen fort. Celina Kallinger hat am Institut für Pathologie Feldkirch im Rahmen einer Bachelorarbeit untersucht, inwieweit sich die digitale PCR (dPCR) und Next Generation Sequencing (NGS) in der molekularen Diagnostik ergänzen können (Etablierung einer digitalen PCR (dPCR) zum Nachweis Therapie-relevanter EGFR- und KRAS-Mutationen beim NSCLC aus Formalin-fixiertem, Paraffin-eingebetteten Gewebe). Hardy-Thorsten Panknin und Prof. Dr. Stefan Schröder erläutern eine Studie zum Risiko für nosokomiale Blutstrominfektionen bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten. Kathrin Seidel und Janine Romppel stellen eine bundesweite Vergleichsstudie mit 517 Teilnehmenden zur Praxisanleitung vor. Praxisanleitende mit abgeschlossener Weiterbildung schätzen ihre berufspädagogische Kompetenz in 5 von 6 Handlungsfeldern signifikant höher ein als Personen ohne entsprechende Qualifikation. Dr. Hans-Joachim Thiel diskutiert in seinem Beitrag Scapula alata und Schulterdysplasie. Der Englischbeitrag dreht sich diesmal um „Beyond the Scale: Understanding Obesity in the Modern World“.

In der Rechtsprechstunde wird das wichtige Thema „Entgelttransparenzgesetz“ aufgegriffen. Immer wieder gibt es Unsicherheiten, wenn es um dieses Thema geht. DVTA-Mitglieder können bei Fragen zu diesen (und anderen rechtlichen) Themen die Sprechstunde des Verbandes kostenfrei nutzen. Einen Überblick über die rechtlichen Themen aus den vergangenen Heften haben Sie hier.

Die Berufspolitik geht auf den Besuch im Europäischen Parlament, die Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zum Bürokratierückbau, den Austausch mit Verdi und die E DIN EN ISO 23640 In-vitro-Diagnostika – Haltbarkeitsprüfung von Reagenzien für in-vitro-diagnostische Untersuchungen ein. 

Ein historischer Beitrag zu Albert Neisser, zur MTR-Weiterbildung beim DIW-MTA, zum Biobanking in Greifswald, zum RöKo 2026, die Schilderung einer MTL aus dem Arbeitsalltag und ein Rätsel erwarten Sie u.a. in der Rubrik „MT intern“. 

Artikel teilen

Online-Angebot der MT im Dialog

Um das Online-Angebot der MT im Dialog uneingeschränkt nutzen zu können, müssen Sie sich einmalig mit Ihrer DVTA-Mitglieds- oder Abonnentennummer registrieren.

Stellen- und Rubrikenmarkt

Möchten Sie eine Anzeige in der MT im Dialog schalten?

Stellenmarkt
Industrieanzeige