Bereits seit 2013 findet die medtech RLP jährlich statt, in diesem Jahr am 11. Juni in Mainz. Vorgestellt werden neue Innovationen und Entwicklungen der Medizintechnik. Das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme (IMM) stellt in diesem Jahr gleich zwei Neuheiten beim Branchentreffen vor: eine neue Plattform zur Proteinanalytik, CLIP-X, und eine modulare Lösung zur automatisierten Probenvorbereitung und Flüssigkeitsbehandlung, MICRO-HEAD.
Automatisierte Prozesse
Das CLIP-X-System funktioniert mithilfe Chemilumineszenz-Immunoassays (CLIA), um automatisiert Proteine nachzuweisen. Das Ziel der neuen Anwendung ist es, Laborprozesse zu automatisieren und schnell und spezifisch Protein-Biomarker zu entdecken. Die Anwendung kann an unterschiedliche Nachweisreaktionen angepasst werden, wenn passende Antikörper verfügbar sind, und für quantitative als auch qualitative Analysen verwendet werden.
Vor allem in den Bereichen patientennahe Diagnostik, Lebensmittelsicherheit und Pflanzengesundheit soll das System als POCT-Anwendung genutzt werden können. Eine mikrofluidische Kartusche übernimmt dabei Aufgaben der Probenbearbeitung und Analyse. Dadurch können Prozesse deutlich kompakter und effizienter durchgeführt werden.
Anwendungen für kleinere Labore
MICRO-HEAD hingegen ist eine Plattform zur automatisierten Probenvorbereitung. Pipettier- und Flüssigkeitshandhabungsfunktionen werden mit modularen mikrofluidischen Anschlussstücken kombiniert. Diese Anschlussstücke ermöglichen die Integration zusätzlicher Prozessschritte wie Mischen, Aufreinigen oder Filtrieren. Die Anwendung richtet sich insbesondere an kleinere Labore, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken müssen bei gleichbleibender beziehungsweise steigender Probenzahl. Auch kleine Labore sollen von automatisierten Prozessen profitieren können.
Am 11. Juni sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts auf der medtech RLP vor Ort und stellen die neuen Anwendungen vor. Standort: Begleitausstellung „Medizin, Technologie & Forschung“ in der Alten Lokhalle Mainz, Stand 19.
Quelle: idw
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