Die DGP veranstaltet jedes Jahr kurz nach Pfingsten eine dreitägige Jahrestagung, mit vielen spannenden Keynote-Vorträgen zu allen Teilgebieten der Pathologie. Auf der 109. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie in Augsburg standen in diesem Jahr im Mittelpunkt zum einen die Digitale Pathologie und KI, zum anderen die Themen „One Health“ und „One Team“.
Unter dem Tagungsmotto „United in Science“ wurden zudem Brücken zu benachbarten Disziplinen geschlagen und neue Technologien beleuchtet – manche davon als Teil der Routine, andere eröffneten neue Perspektiven. Der interdisziplinäre Ansatz spiegelte sich auch im vielfältigen Programm wider. Es verband die klassische Pathologie mit modernen Fachgebieten wie der Molekularpathologie, der Veterinärpathologie, der Neuropathologie, der Rechtsmedizin und der Zytologie.
Das Plädoyer bei der Eröffnung galt der verstärkten Zusammenarbeit in den genannten Fachgebieten unter der Aufforderung „Ressentiments zwischen den Disziplinen abbauen und profitieren!“ Durch „Pathology meets Hightech“, die Verbindung der Disziplinen und die Integration technologischer Innovationen wurden neue Horizonte in Forschung und klinischer Praxis aufgezeigt.
Darüber hinaus gab es während der Tagung technologische Updates zur Zukunft der Pathologie, etwa die Fortschritte in Molecular Radiomics, Massenspektrometrie, Next-Generation Sequencing und Lichtblattmikroskopie. Diese Innovationen verändern die Diagnostik, Therapie und Patientenversorgung grundlegend. Neben den Vorträgen und dem persönlichen Austausch auf dem Kongress standen Postersitzungen und Workshops auf der Agenda.
Die Vorteile und Hürden der digitalen und KI-gestützten Pathologie präsentierte Prof. Dr. Anil V Parwani, The Ohio State University in einem Video in englischer Sprache. Kontrovers: Er sieht ein Zusammenwachsen des Faches mit der Radiologie. Ein Video mit Prof. Dr. Anil V Parwani zur Entwicklung der Pathologie und den Auswirkungen auf die MTL finden Sie hier.
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