Typ-2-Diabetes: Welche Rolle spielt die Stärke der Wechseljahresbeschwerden?

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Blöcke mit den Phasen der Menopause und ein Wecker vor einem rosa Hintergrund.
© MohamadFaizal/stock.adobe.com
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Eine neue Studie aus Korea deutet darauf hin, dass Typ-2-Diabetes signifikant mit einer größeren Anzahl und stärkeren Ausprägung von Wechseljahresbeschwerden verbunden ist.

Wechseljahresbeschwerden können sehr individuell sein. Während die einen kaum darunter leiden, gibt es bei anderen erheblichen Leidensdruck. Für diese Differenzen wurden in der Vergangenheit verschiedene Gründe aufgezeigt. Eine neue Studie legt jetzt nahe, dass Typ-2-Diabetes mellitus eine Rolle bei der deutlichen Zunahme der Anzahl und Schwere dieser Beschwerden spielen könnte. Frauen in der Lebensmitte haben aufgrund hormoneller Veränderungen während der Wechseljahre ein erhöhtes Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen, wie etwa Typ-2-Diabetes mellitus. Häufig kommt es in dieser Lebensphase zu einer Gewichtszunahme und einer Fettumverteilung in den Bauchbereich, was zu mehr Bauchfett und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes führt. Die weltweite Diabetes-Prävalenz wurde für das Jahr 2024 auf 10 % geschätzt. Dieses Risiko steigt mit zunehmendem Alter weiter an.

Midlife Women’s Symptom Index und Diabetes

Die Autoren geben zu bedenken, dass frühere Studien bereits einen starken wechselseitigen Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und der Entstehung von Diabetes aufgezeigt hatten, wobei ein früher Eintritt der Wechseljahre sowie die Postmenopause als auslösende Faktoren identifiziert worden seien. Die meisten dieser Studien hätten sich jedoch eher auf das Stadium, das Alter bei Eintritt oder den Zeitpunkt der Wechseljahre konzentriert, anstatt die Belastung durch die Symptome direkt zu erfassen. Eine neue koreanische Studie mit fast 300 Frauen im Alter von 40 bis 64 Jahren zielte nun darauf ab, die Wechseljahresbeschwerden mithilfe des „Midlife Women’s Symptom Index“ zu bewerten und zu untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und der Anzahl sowie dem Schweregrad der Symptome besteht.

Diabetes mit mehr Beschwerden

Frauen der Diabetes-Gruppe (Diabetes und Prädiabetes) berichteten demnach über alle Stadien der Wechseljahre hinweg häufiger über Wechseljahresbeschwerden. Dieser Unterschied sei jedoch nur in der Postmenopause statistisch signifikant gewesen. Ebenso sei der Schweregrad der Symptome in den Diabetes-Gruppen in allen Stadien durchgehend höher gewesen, doch auch hier habe sich ein statistisch signifikanter Unterschied nur in der Postmenopause gezeigt. Die Autoren schlussfolgern, dass es aufgrund der Ergebnisse wichtig sei, die Erfassung und Behandlung von Wechseljahresbeschwerden in die Diabetes-Versorgung von Frauen in der Lebensmitte zu integrieren, um deren Lebensqualität zu verbessern. Weitere Längsschnittstudien seien erforderlich, um die biologischen und psychosozialen Mechanismen, die den Glukosestoffwechsel mit der Symptombelastung in dieser Bevölkerungsgruppe verknüpfen, genauer zu klären.

Kardiovaskuläre Risikofaktoren identifizieren und managen

„Diese Studie zeigt, dass Frauen mit Diabetes möglicherweise unter einer stärkeren Belastung durch Wechseljahresbeschwerden leiden. Frühere Untersuchungen haben zudem ergeben, dass kardiovaskuläre Risikofaktoren – darunter Diabetes, Bluthochdruck und Dyslipidämie – mit häufigeren vasomotorischen Symptomen (Anm. der Red.: z.B. Hitzewallungen, Schlafstörungen und Nachtschweiß) einhergehen und Frauen mit einer stärkeren Ausprägung dieser Symptome tendenziell ein ungünstigeres kardiometabolisches Risikoprofil aufweisen. Zusammengenommen unterstreichen diese Ergebnisse nicht nur, wie wichtig es ist, Wechseljahresbeschwerden bei Frauen mit Diabetes zu erkennen und zu behandeln, sondern auch, dass die Phase der Wechseljahre eine wichtige Gelegenheit bietet, kardiovaskuläre Risikofaktoren bei allen Frauen zu identifizieren und zu managen“, sagte Dr. Stephanie Faubion, medizinische Leiterin der Menopause Society.

Literatur:
You Lee Yang, YeonKyung Kim, YoungJoo Shin: Association between type 2 diabetes mellitus and menopausal symptoms among Korean midlife women. Menopause, Volume 34, Number 7, July 2027.

Quelle: Menopause Society

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