Vorhersage der Prognose von Prostatakrebs

Bluttest
mg
Zwei Forscherinnen vor zwei Bildschirmen im Büro.
Dr. Ielizaveta Gorodetska (links) und Prof. Anna Dubrovska (rechts) arbeiten an der Entwicklung eines Bluttests, der helfen kann, Krankheitsverläufe bei Prostatakrebs vorherzusagen. © Soňa Michlíková
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Prostatakrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten bei Männern in Deutschland. Metastasiert er, ist er mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden. Forschende arbeiten an einem Bluttest, der die Krankheitsverläufe von Prostatakrebs vorhersagen soll.

Früh erkannt hat Prostatakrebs zwar gute Heilungschancen, doch die Krebserkrankung zählt trotzdem zur zweithäufigsten Todesursache einer Krebserkrankung bei Männern. Wird der Prostatakrebs spät entdeckt oder gelangt in einer spätes Stadium, breitet er sich leicht aus und bildet Metastasen aus. Sobald er sich einmal verbreitet hat, geht der Krebs mit einer hohen Mortalität einher. Ein neuer Bluttest soll nun früh Hinweise darauf liefern, wie sich der Prostatakrebs entwickelt.

Biomarker für Prostatakrebs

Forschende vom OncoRay, dem nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie, untersuchen ausgewählte Gene als Biomarker für Prostatakrebs. Die aktuelle Studie liefert nun Erkenntnisse, dass sich das Protein MMP11 (Matrix-Metalloproteinase 11) als Biomarker eignen kann, da er auch im Blutplasma nachweisbar ist. Für ihre Studien nutzen die Forschenden die sogenannten Aldehyd-Dehydrogenasen (ALDH), insbesondere ALDH1A1 und ALDH1A3. Diese Gene regulieren das Überleben von Tumorzellen im Blutkreislauf und die metastatische Verbreitung und damit auch die Resistenz gegenüber Strahlentherapie. Damit konnte belegt werden, dass Gene potenzielle Biomarker für den Krankheitsverlauf bei Prostatakrebs sein können.

In tiefergehenden Studien konnte Dr. Ielizaveta Gorodetska nachweisen, dass ALDH1A1 ein Signalprotein reguliert, dass wiederum weitere Proteine steuert, darunter auch MMP11. Gorodetska zeigte zudem, dass diese Signalkaskade dazu beiträgt, dass Tumorzellen aggressiver und invasiver werden. MMP11 eignet sich daher jedoch optimal als Biomarker, der durch einen Bluttest festgestellt werden kann. Aggressive Krankheitsverläufe könnten damit frühzeitig festgestellt und dementsprechend der Therapieplan angepasst werden. Auch der Behandlungserfolg könnte so beobachtet werden. 

Bis es zu einem klinisch einsetzbaren Test kommt, wird es wahrscheinlich noch mehrere Jahre dauern. Dennoch sind die aktuellen Ergebnisse ein Meilenstein und ein wichtiger Schritt in die personalisierte Krebstherapie.

Literatur:
Gorodetska I, Lukiyanchuk V, Dubrovska A. et al.: Blood-based detection of MMP11 as a marker of prostate cancer progression regulated by the ALDH1A1-TGF-β1 signaling mechanism. J Exp Clin Cancer Res, 24. März 2025; 44(1):105. DOI: 10.1186/s13046-025-03299-6. PMID: 40122809; PMCID: PMC11931756.

Quelle: idw

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