Welt-HPV-Tag: Früher Impfschutz
Acht von 10 Menschen stecken sich in ihrem Leben mindestens einmal mit den humanen Papillomviren (HPV) an. Während die Infektion meist unbemerkt bleibt und symptomfrei verläuft, kann es zu schwerwiegenden Langzeitfolgen wie Krebs kommen. Laut Robert Koch Institut erkranken jährlich etwa 10.000 Menschen an Krebs aufgrund einer HPV-Infektion. Dabei gibt es seit fast 20 Jahren eine Möglichkeit, sich davor zu schützen: eine Impfung. Da die Impfquote der empfohlenen Altersgruppe von 9 bis 14 Jahren in Deutschland noch niedrig ist, appelliert das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit an Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen.
Frühzeitiger Schutz
Die bekannteste Krebsart, die durch HPV ausgelöst werden kann, ist der Gebärmutterhalskrebs. Daher wird die Impfung oft nur für Mädchen in Betracht gezogen. Doch auch andere Tumoren stehen mit dem Virus in Verbindung: sowohl Tumoren im Mund- und Rachenraum als auch im Analbereich oder den Genitalien. Dadurch ist sie auch für Jungen relevant. Trotz der guten Studienlage zur Impfung bleibt die Impfquote niedrig: 2024 waren 55 Prozent der Mädchen und nur 36 Prozent der Jungen geimpft. Da die Übertragung von Mensch zu Mensch stattfindet, ist eine Impfung vor den ersten sexuellen Erfahrungen besonders wichtig.
Der kommissarische Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, Dr. Johannes Nießen empfiehlt Eltern ihre Kinder frühzeitig zu schützen: „Eltern möchten ihren Kindern das Beste für die Zukunft mitgeben, dazu gehört auch ein wirksamer Schutz vor vermeidbaren Krankheiten. Die HPV-Impfung ist eine dieser sicheren Vorsorgemaßnahmen, die nachweislich vor Krebs schützen. Wer seine Kinder zwischen neun und 14 Jahren impfen lässt, nutzt den optimalen Zeitpunkt und schafft eine wichtige Basis für deren langfristige Gesundheit. Denn manchmal braucht es nur wenig, um eine große Gefahr zu bannen.“
Auf der Website www.infektionsschutz.de bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit verständliche Informationen rund um die Impfung mit speziellem Fokus auf die Zielgruppe Kinder.
Quelle: idw
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