Makrophagen sind unverzichtbar in der Abwehr von Krankheitserregern sowie für die Reparatur von geschädigtem Gewebe. So spielen sie auch für die Forschung eine wichtige Rolle, zum einen um Krankheiten und neue Therapiemöglichkeiten für diese zu erforschen. Zum anderen dienen sie auch zur Kontrolle von Arzneimitteln, um deren Reinheit, Sicherheit und Wirksamkeit zu prüfen. Zudem werden sie bereits klinisch-therapeutisch eingesetzt, unter anderem für Lebererkrankungen.
Effiziente Produktion der Makrophagen

Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun einen Weg gefunden, um diese Makrophagen in Bioreaktoren mittlerer Größe effizient herzustellen. Basis sind induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen), Körperzellen, die zurückprogrammiert wurden und aus denen sich dann wiederum jede Zellart entwickeln kann. Bisher konnten diese jedoch nur in kleinen Mengen für Laboruntersuchungen oder in sehr großen Mengen für die industrielle Anwendung produziert werden. Für die klinische Forschung fehlte eine praktikable Lösung.
Das Team der MHH hat nun einen Bioreaktor für eben diese Produktionsgröße hergestellt. Die iPS-Zellen entwickeln sich hier weiter in einer Nährlösung und bilden so innerhalb von 14 Tagen Zellaggregate, sogenannte Organoide. Sie ähneln dem blutbildenden Knochenmark und setzen kontinuierlich Makrophagen war. Pro Bioreaktor können wöchentlich bis zu 40 Millionen Immunzellen geerntet werden über einen Zeitraum von zehn Wochen. Ein Gerät umfasst dabei vier Bioreaktoren.
Quelle: idw
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