Sommermonate: Besondere Herausforderungen für die Blutversorgung
Blut wird täglich für die medizinische Versorgung benötigt. Gleichzeitig können die Bestände insbesondere in den Sommermonaten schnell zurückgehen. Urlaubszeit und hohe Temperaturen wirken sich ungünstig auf die Bereitschaft zur Blutspende aus, während der Bedarf an Blutpräparaten in den Kliniken fortbesteht, an einem Tag werden circa 15.000 Spenden verbraucht. Da Blutskonserven nur begrenzt haltbar sind, lässt sich die Versorgung nicht langfristig aus Vorräten sicherstellen. Regelmäßige Spenden sind daher entscheidend für eine stabile Versorgung.
Dabei geht es nicht nur um die unmittelbare Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Blutpräparaten. Auch Blutplasma ist für die Gesundheitsversorgung von zentraler Bedeutung: Es dient als Ausgangsstoff für die Herstellung zahlreicher Arzneimittel. Dazu gehören unter anderem Immunglobuline und Präparate mit Gerinnungsfaktoren. Für Patientinnen und Patienten mit bestimmten Immundefekten oder Gerinnungsstörungen sind diese Arzneimittel teils lebensnotwendig.
Plasma: Zentraler Ausgangsstoff für die Herstellung von Arzneimitteln
„Blut und Plasma sind wichtige Ressourcen für die medizinische Versorgung. Anders als viele Arzneimittel lässt sich Blut nicht industriell herstellen. Was in der medizinischen Versorgung benötigt wird, kann nur durch Blutspenden bereitgestellt werden. Bei Blutpräparaten geht es um eine unmittelbare Versorgung, bei Plasma zusätzlich um einen zentralen Ausgangsstoff für die Herstellung von Arzneimitteln. Beides setzt voraus, dass ausreichend Spenden zur Verfügung stehen", sagt Dorothee Brakmann von Pharma Deutschland.
Die Gewinnung von Plasma und die Herstellung plasmabasierter Arzneimittel kann zudem nicht kurzfristig erfolgen. Zwischen der Plasmaspende und dem fertigen Arzneimittel liegen zahlreiche komplexe Verarbeitungsschritte und ein entsprechend langer Produktionszeitraum, der mehrere Monate dauern kann. Eine kontinuierliche Versorgung mit Plasma ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für eine verlässliche Arzneimittelversorgung.
Quelle: Pharma Deutschland
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