Weltblutspendetag: Blutgruppe 0 spielt eine wichtige Rolle

Bestandteil gesellschaftlicher Verantwortung
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Symbolbild für Blutspende
© Riyal/stock.adobe.com
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Anlässlich des Weltblutspendetags am 14. Juni hat die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e. V. (DGTI) auf die hohe Bedeutung regelmäßiger Blutspenden hingewiesen.

Dabei spiele die Blutgruppe 0 in der Notfallmedizin eine besondere Rolle, aber auch andere Blutgruppen werden benötigt. Die Blutgruppe 0 gilt als Universalspende, weil ihre roten Blutkörperchen allen Patientinnen und Patienten transfundiert werden können. Insbesondere bei schweren Unfällen oder Notoperationen kommen diese Blutkonserven zum Einsatz. Blutkonserven mit Blutgruppe 0 negativ gehören zu den wichtigsten Reserven in Kliniken. Sie werden vor allem dann eingesetzt, wenn keine Zeit bleibt, die Blutgruppe von Patientinnen und Patienten zu bestimmen. Die Blutgruppe 0 wird deshalb häufiger verbraucht, als es ihrem Anteil in der Bevölkerung entspricht. Besonders betroffen ist die Blutgruppe 0 negativ, die vergleichsweise selten vorkommt. Zudem lassen sich Blutprodukte nur begrenzt lagern. Rote Blutkörperchen sind meist maximal 42 Tage haltbar. Deshalb müssen die Vorräte kontinuierlich erneuert werden. 

Engpässe verhindern und Leben retten

„Blutgruppe 0 negativ ist ein zentraler Bestandteil der Notfallversorgung. Ohne diese Blutkonserven könnten viele Patientinnen und Patienten in akuten Situationen nicht rechtzeitig behandelt werden“, erklärt Professorin Dr. med. Kristina Hölig, Präsidentin DGTI und Bereichsleiterin für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. 

Nach Angaben der DGTI werden in Deutschland täglich tausende Blutkonserven benötigt. Nach Schätzungen spendet bislang nur ein kleiner Teil der Bevölkerung regelmäßig Blut. Dabei kann grundsätzlich jede gesunde Person ab 18 Jahren Blut spenden. Blutpräparate kommen unter anderem bei Operationen, Krebstherapien, schweren Verletzungen oder Geburten mit hohem Blutverlust zum Einsatz. Gerade in Ferienzeiten oder während längerer Feiertage sowie im Sommer gehen die Spendenzahlen häufig zurück. 

Bestandteil gesellschaftlicher Verantwortung

„Viele Menschen verbinden Blutspenden mit Katastrophen oder großen Unglücken. Tatsächlich werden Blutkonserven aber jeden Tag gebraucht“, sagt Hölig. „Deshalb ist regelmäßiges Spenden entscheidend – insbesondere bei Menschen mit Blutgruppe 0. Gleichzeitig benötigen wir auch alle anderen Blutgruppen, um Patientinnen und Patienten sicher zu versorgen.“ 

Die DGTI hat anlässlich des Weltblutspendetags dazu aufgerufen, Blutspenden als festen Bestandteil gesellschaftlicher Verantwortung zu verstehen. Denn jede Blutspende könne Leben retten. Wer regelmäßig spende, helfe mit, dass Kliniken auch im Notfall schnell handeln können.

Faktencheck Blutspende: 

  1. Blut spenden kann grundsätzlich jede gesunde Person ab dem 18. Lebensjahr. 
  2. Spendende müssen über 50 Kilogramm wiegen und sich gesund fühlen.
  3. Vor der Blutspende sollte man ausreichend essen und trinken.
  4. Für eine Vollblutspende braucht man nur etwa 45-60 Minuten Zeit. Die reine Blutentnahme dauert nur ca. 10 Minuten. Dabei werden 500 mL Blut sowie eine Probe für die Untersuchung des Blutes im Labor entnommen.
  5. Nach Ausfüllen eines Fragebogens zum aktuellen Gesundheitszustand werden Blutdruck, Körpertemperatur und Hämoglobinwert bestimmt.
  6. In einem vertraulichen ärztlichen Gespräch wird die Spendentauglichkeit festgestellt.
  7. Nach der Blutentnahme gibt es eine Ruhepause und einen Snack zur Stärkung.
  8. Männer dürfen innerhalb von 12 Monaten bis zu sechs Vollblutspenden leisten, Frauen bis zu vier.
  9. Der Abstand zwischen zwei Vollblutspenden muss mindestens 56 Tage betragen, damit der Körper Zeit hat, den Blutverlust wieder auszugleichen.
  10. Blutspenden sind bei mobilen Aktionen in der Region oder bei einem Blutspende-Institut möglich. 

 Quelle: DGTI

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