Transportroboter LIO in der Baseler Labormedizin

Frühjahrstagung KH-IT
mb
Nicole Kleiser im Gespräch.
© M. Bauer/M. Reiter
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Auf der Frühjahrstagung der Krankenhaus-IT-Leiter und Leiterinnen, die der Bundesverband KHT-IT e. V. jährlich an verschiedenen Orten in Deutschland anbietet, wurden im Mai in Kassel mehrere robotische Lösungen präsentiert.

Ein spannendes Thema aus der Laboratoriumsmedizin lieferte der Vortrag von Nicole Kleiser, Projekt- und Prozessmanagerin im Universitätsspital Basel. Die Labortechnologin, die nach ihrer Ausbildung zusätzlich ein Studium in BWL und Gesundheitsmanagement absolviert hat, vermittelte, wie der Service-Roboter Lio Klinikprozesse smarter macht. Die Labormedizin in Basel, mit 223 Mitarbeitenden, beinhaltet Klinische Bakteriologie, Klinische Chemie, Klinische Virologie, Diagnostische Hämatologie und Medizinische Mikrobiologie. Lio wird in der Labormedizin eingesetzt, um die Transport- und Laufwege der Medizinischen Technologen zu verringern. Sie können deshalb wieder vermehrt ihren berufsspezifischen Tätigkeiten nachgehen und ohne Unterbrechungen effizienter arbeiten. Die Verantwortlichen aus Basel hatten sich verschiedene Roboter angesehen, Lio überzeugte unter anderem aufgrund mehrerer Aspekte: Er besitzt einen Greifarm mit Kameras, eine mobile Plattform für den Probentransport, Sensoren zur Umgebungswahrnehmung und ein Display für die Informationswiedergabe. 

Seit Oktober des Jahres 2024 ist der Roboter im Einsatz, gestartet wurde in der Toxikologie, im Jahr 2025 kamen die Immunologie und Speziallabor hinzu, im April 2026 dann die Immunphänotypisierung. Lio hat bereits über 1.000 km Wegstrecke absolviert, ohne Etagenwechsel. Eine Aufzugnutzung wäre wohl möglich, da er einen „Finger“ für den Aufzugknopf besitzt; dies wurde aber bisher nicht umgesetzt. Im Tagesgeschäft zeigte sich, dass längere Wege etwas herausfordernder waren und ein stärkerer Akku sinnvoll wäre, um längere Betriebszeiten zu garantieren. Auch der Platz auf der Plattform war manchmal nicht ausreichend. Da das Unispital Basel das in der Nähe befindliche Claraspital gekauft hat, das zum Januar 2027 voll integriert sein soll, wird wahrscheinlich ein höheres Probenvolumen anfallen. Deshalb gibt es Überlegungen, einen weiteren Roboter anzuschaffen.

Nicole Kleiser fasst in einem kurzen Video die Gründe für die Anschaffung des Roboters samt Umsetzung zusammen. 

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