Zu viele Bilder des Bewegungsapparats?

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Patientin im MRT
© VILevi/stock.adobe.com
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Äußern Patientinnen und Patienten Schmerzen im Bewegungsapparat, greifen Hausärztinnen und Hausärzte zu schnell zur bildgebenden Diagnostik. Dabei sei der Einsatz zu oft nicht zielgerichtet.

Aus der modernen Medizin ist die bildgebende Diagnostik nicht mehr wegzudenken. Doch scheinbar wird sie in manchen Bereichen zu oft und ohne genaues Ziel eingesetzt. Damit befasst sich ein aktuell verfasstes Paper, das in der Fachzeitschrift „Implementation Science Communications“ veröffentlicht wurde. Die Verfasserinnen und Verfasser führten eine umfassende Literaturauswertung durch, sprachen mit Patientinnen und Patienten sowie Expertinnen und Experten. Daraus und nach den Leitlinien des britischen Medical Research Council für komplexe Interventionen entwickelten sie das Programm Betti (Better Imaging).

Konkrete Handlungsanweisungen

Das mehrstufige Konzept bietet Handlungsanweisungen für Hausärztinnen und Hausärzte, ein leitlinienbasiertes Entscheidungssystem und liefert Informationsmaterialien für Patientinnen und Patienten. Gerade bei Rückenschmerzen oder generell Schmerzen des Bewegungsapparats bringen MRT- oder Röntgenuntersuchungen nicht immer die richtige oder bessere Diagnosen. Stattdessen seien viele Betroffene verunsichert und die Behandlungen verursachen unnötige Kosten sowie Folgebehandlungen. Die Forschenden sprechen von einer „strukturellen Überversorgung“.

In der Praxis zeigen sich schon erste Erfolge, Tests zeigen eine hohe Akzeptanz unter dem medizinischen Personal. Eine bessere Kommunikation kann anstelle von Verboten zu einer besseren Versorgung führen sowie zu einer strukturellen Unterstützung im Praxisalltag. 

Literatur:
Lindner N, Viniol A. et al.: Development and proof-of-concept of a complex intervention to support appropriate imaging for musculoskeletal pain: the Betti programme. Implementation Science Communications (2026), DOI: 10.1186/s43058-026-00949-4.

Quelle: idw

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