Woche der Demenz und Welt-Alzheimertag
Rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Alzheimer. Mit einer älter werdenden Gesellschaft rücken Erkrankungen des Nervensystems und die Frage, wie die Gesundheit des Gehirns möglichst lange erhalten werden kann, zunehmend in den Fokus. Das Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft stellt deshalb im September aktuelle Erkenntnisse der Forschung sowie neue Ansätze für Prävention, Diagnose und Behandlung vor.
„Unser Gehirn prägt, wie wir denken, fühlen und handeln. Forschung trägt dazu bei, Erkrankungen des Nervensystems besser zu verstehen und neue Möglichkeiten für Prävention, Diagnose und Behandlung zu entwickeln. Mit dem Themenschwerpunkt im September macht das Wissenschaftsjahr diese wichtige Forschung sichtbar und zeigt, welchen Beitrag sie für die Gesundheit der Menschen heute und in Zukunft leistet", sagt Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Dialog, Mitmach-Aktionen und Informationen zur Gehirngesundheit
Mit der Challenge #MachsMitLinks ruft das Bundesforschungsministerium im Rahmen des Wissenschaftsjahres dazu auf, gewohnte Tätigkeiten wie Schreiben oder Zähneputzen mit der jeweils ungewohnten Hand auszuführen und die Erfahrungen in den sozialen Medien zu teilen.
Wie vielfältig die Forschung rund um das Gehirn ist, zeigt auch das Förderprojekt „Noten und Neuronen – Musik für die Gehirngesundheit“, das Konzerterlebnisse mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen verbindet. Im Hirnpodcast „90 Milliarden“ steht das Thema ebenfalls im Mittelpunkt: Dorothee Bär ist dort bei Marco Schreyl zu Gast. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Betroffenen und Fachleuten spricht er in diesem Podcast über Alzheimer und Demenz, aktuelle Erkenntnisse der Forschung und neue Ansätze im Umgang mit Erkrankungen des Nervensystems.
Ergänzend bietet das Wissenschaftsjahr im September zahlreiche Informationen und Hintergrundbeiträge sowie ein Quiz rund um Gehirngesundheit und Erkrankungen des Nervensystems an. Die Inhalte werden auf der Website und über die Social-Media-Kanäle veröffentlicht.
Forschung zu Erkrankungen des Nervensystems stärken
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt nach eigenen Angaben auf verschiedenen Wegen die Forschung zu Erkrankungen des Nervensystems. Zum einen fördert es gemeinsam mit den Ländern das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), eine der international führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet, in der Forschende an zehn Standorten Ursachen von Erkrankungen des Nervensystems untersuchen und neue Wege für Vorsorge, Behandlung und Versorgung entwickeln.
Zum anderen beteiligt sich das BMFTR an verschiedenen Fördermaßnahmen in diesem Bereich. Das „EU Joint Programme – Neurodegenerative Erkrankungen (JPND)“ verfolgt das Ziel, Therapieverfahren und Diagnosemöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln oder zu verbessern. Gemeinsam mit europäischen Partnern engagiert sich das BMFTR außerdem in der „Europäischen Partnerschaft zur Gesundheit des Gehirns“ (EP BrainHealth). Diese möchte die Forschung zur Gehirngesundheit voranbringen und Antworten auf die wachsenden Herausforderungen durch neurologische und psychische Erkrankungen finden.
Quelle: idw
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